Friday, January 29, 2021

Buch: Hamburg Calling - Punk, Underground & Avantgarde 1977 - 1985

Eine meiner absolut ersten Punk-Platten war „Paranoia in der Straßenbahn – Punk in Hamburg 1977 – 1983“. Eine Zusammenstellung, die ich bis heute großartig finde und immer noch mit viel Freude anhören kann. Neben den Songs ist auch das „inner sleeve“ mit zahlreichen Informationen zu den Bands und den Punk-Jahren 1977 bis 1983 in Hamburg absolut großartig gelungen: so viele interessante Informationen so prägnant, stimmig und obendrein optisch gelungen auf einem begrenzten Platz versammelt zu haben, ist absolut bewundernswert! Diese Platte samt ihrer Aufmachung hat ganz sicher stark mein Bild von Punk in Hamburg geprägt. Wobei ich es auch immer absolut beachtlich fand und bis heute finde, wie viele „Fossilien“ in der Hamburger Punk-Szene unterwegs sind, die offenbar schon von sehr früher Zeit an „dabei“ sind und – teils in ganz verschiedenen Bands oder auch durch andere Szene-interne Aktivitäten - immer noch ihr Punk-Ding durchziehen. Sei es Hake von 3000 Yen, Bärbel, Sheep On A Tree, Arne von Noise Annoys, Bierspieler usw. oder die Jungs von Jam Today.
„Paranoia in der Straßenbahn“ hat meinen Blick sehr geprägt, und nun erschien im letzten Herbst ein ganzes Buch über Punk in Hamburg: „Hamburg calling – Punk, Underground & Avantgarde 1977 – 1985“, 146 Seiten im ordentlich großen Format 24 x 28 cm. Und es ist ein optisch wirklich schönes Buch, mit vielen Fotos von Konzerten und Schauplätzen (u.a. „Krawall 2000“) und vielen dokumentierten Flyern, Fanzine-Covern, Eintrittskarten, usw. All diese Abbildungen sind auch in eine gelungene, passende Gestaltung integriert. Ich finde es z.B. absolut toll, die Eintrittskarte für das Sex Pistols-Konzert 1978, das niemals stattgefunden hat, oder das Plakat des „Punk Rock & New Wave Festival“ vom 16.6.1978, das ich einst zuerst im "Punk-Zimmer" des leider verstorbenen Sittich Neumann hatte sehen können, in einem schönen Buch dokumentiert zu haben. Auch erinnert mich das Buch durch die Abbildung der Schauplätze an eigene Aufenthalte in Hamburg, die ich immer sehr genossen habe; es gibt gut eine Hamburg-spezifische Atmosphäre wieder. Und es ist – nach der Pandemie … - auf jeden Fall mal wieder Zeit für eine Reise dorthin.
Auch sind bundesweit prägende „Groß-Ereignisse“, die in Hamburg stattfanden, Thema dieses Buches: ich meine damit die drei Markthallen-Festivals 1979 und 1980, die Randale im Nobelviertel Pöseldorf sowie das aggressiv gestörte Clash-Konzert 1980. Ohnehin galt Hamburg neben Düsseldorf und Berlin als bedeutendste deutsche Stadt in jenen frühen Punk-Jahren.
Neben den zahlreichen Abbildungen besteht das Buch vor allem aus Interviews mit Protagonistinnen und Protagonisten jener Jahre, und hier wird auch wirklich der Untertitel „Punk, Underground & Avantgarde 1977 – 1985“ entscheidend. Erst jetzt ist mir bewusst geworden, dass „Paranoia in der Straßenbahn“ einen starken Fokus auf den rauen, auf den „dirty“ Teil der Hamburger Szene gelegt und die anderen Bereiche, die es auch gab, vernachlässigt hat. Hier hingegen sind nun Vertreterinnen und Vertreter ganz verschiedener Punk-, Wave und Underground-Stile vertreten, wie u.a.: Alfred Hilsberg, Jaeki Eldorado, Eugen Honold („Pretty Vacant“-Fanzine), Mike Buttock, Klaus Maeck („Rip Off“-Laden), Frank Z. (Abwärts), Andreas Dorau, Timo Blunck (Palais Schaumburg), Anja Huwe (X-Mal Deutschland), Michael Ruff (Geisterfahrer), Mona Mur, Schorsch Kamerun (Die Goldenen Zitronen) und Bernd Begemann (Die Antwort). Nicht alles davon interessiert mich ehrlich gesagt, dazu sind die Interviews relativ kurz gehalten, so dass sie allenfalls Anregungen geben, sich weiter mit den interviewten Personen und ihren Projekten zu beschäftigen. Auch die angehängte Diskografie – unter dem Titel „Lieber zu wenig als zuviel“ (das „5 Jahre ZickZack“ Festival 1984 mit 19 Bands hatte das gegenteilige Motto „Lieber  zuviel als zu wenig“) – bietet keinen vollständigen Überblick, sondern nennt nur eine „Auswahl“.  Dass Razzia im ganzen Buch nicht vorkommen, schmerzt mich persönlich etwas; dass Slime nicht interviewt werden, wundert mich, weil v.a. Elf nach meiner persönlichen Erfahrung sicher zu vielen Auskünften bereit gewesen wäre. Und relevant genug dürften beide Bands in jedem Fall gewesen sein. Das sind aber letztendlich persönliche Mini-Kritikpunkte, die objektiv betrachtet wohl nicht wirklich von Belang sind. Zwei Freunde aus Hamburg, die diese frühe Punk-Zeit in Hamburg miterlebt haben, äußerten sich auf alle Fälle alleine schon wegen all der Abbildungen zufrieden mit dem Buch. Und auch ich freue mich, es zu besitzen: es ist eine lohnenswerte Anschaffung für alle, die sich für die frühe Zeit von Punk in Deutschland interessieren!

(29,90 € direkt beim Junius-Verlag oder über jede Buchhandlung und manchen Punk-Mailorder)

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Karstadt online: only fit for the bin

Ich kaufe mir nicht gern Kleider. Und wenn, dann nur sowas wie zweimal im Jahr. Und weil ich inzwischen halbwegs alt bin (ich fühle mich nicht unbedingt so, aber ich kriege zunehmend mit, dass ich es offenbar bin), gehe ich dafür ins Kaufhaus. Weil, da gibt es Verschiedenes, das ich mir ansehen und auch anprobieren kann (die Sachen online zu bestellen und zurückzuschicken, wenn sie mir nicht passen, geht mir völlig gegen den Strich. Ja – „alt“ eben…). Dazu gibt es – wenn es gut läuft – alles, was ich brauche, auf einen Rutsch. So freue ich mich, dass meine noch halbwegs neue Wohnung in der Nähe eines großen Karstadts liegt.

Nun sind aber Pandemie-bedingt aktuell die Kaufhäuser geschlossen. Und ich brauchte dringend einen neuen Gürtel. Guckste mal bei Karstadt, dachte ich mir. Oh cool, aktuell 30% Rabatt auf Mode, wenn man einen Wert von 100 € zusammenkriegt. Also Sonntag abends bestellt, zu 30% Rabatt.
In meiner Naivität meinte ich ja, dass die Artikel in den Filialen liegen und die Mitarbeiter*innen dann durchs Haus laufen, die Waren zusammensammeln und sie dann für die Kund*innen zur Abholung bereit stellen. Was dann ja nicht allzu lang dauern dürfte und so meinte ich, dass ich am Dienstag alles abholen können müsste.
Weit gefehlt.

Am Dienstag kam die Nachricht, dass ein Titel nicht vorrätig sei. Okay, nicht so schlimm, kann passieren, das "kommt in den besten Familien", also auch bei anderen Händlern vor. Auch bei mir, als ich seinerzeit einen Schallplatten-Versand führte. Die restlichen Artikel seien aber vorhanden und verpackt und würden nun auf die Reise gehen. Hm, also doch Versand. Und nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Weiterhin stutzig bin ich geworden, dass ich für die verbliebenen fünf Artikel drei Rechnungen bekommen habe. Der Mittwoch verstrich, am Donnerstag bekam ich dann eine - offensichtlich zusammenkopierte - E-mail, dass ich nun ein Paket abholen könnte. Jene E-mail sollte man – samt des Ausweises – ausgedruckt mitbringen. Ich guter Dinge dahin (weil ich es wieder ganz besonders gut machen wollte, hatte ich als Ausgabeort den Alexanderplatz ausgewählt, aber das ist ein anderes Thema), bekam dann auch - nach zunächst vergeblichem hilflosen Suchen der relativ betagten Mitarbeiterin - eines ausgehändigt. Vor der Tür aufgemacht, aber es waren tatsächlich nur zwei Artikel drin... Es gibt also wirklich drei Pakete für fünf Artikel! Die an völlig unterschiedlichen Tagen ankommen! Was für ein Generve!

Heute kam eine weitere E-mail, mit zwei weiteren Artikeln, die ich ab sofort abholen kann. Aber nun warte ich natürlich, bis meine Bestellung vollständig ist und ich dann beide restliche Pakete abholen kann. Was für ein Saftladen - für das Online-Zeitalter sind Karstadt / Kaufhof leider wirklich nicht fit. Eher: "Only fit for the bin", wie ein englisches (übrigens: Alt-) Punk-Label heißt. Womit wir drei (Karstadt, "Only fit for the bin" und ich) doch wieder auf eine Art vereint sind.
Auch wenn ich "alt" bin, werde ich aber nicht wieder bei Karstadt online bestellen.

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Monday, April 03, 2017

Das Buch von Gerrit Meijer

Gerrit Meijer, Gitarrist und Sänger von PVC, ist Ende Februar 2017 im Alter von 69 gestorben. Das war für mich der Anlass, mir sein Buch, das er letztes Jahr im Verlag neues leben publizieren konnte, zum Geburtstag zu wünschen. Der ein Tag vor seinem ist, wie ich erst aus dem Buch erfahre. Ich bin Gerrit einmal persönlich gegenüber gesessen; ich schätzte ihn als Typen ehrlich gesagt mehr als die Musik von PVC, die mir – abgesehen von einer Handvoll Über-Hits – im ganzen zu durchschnittlich ist. Das muss ich auch jetzt wieder sagen, nachdem ich mir meine PVC-Platten nach der Lektüre des Buches nochmal gründlich durchgehört habe. Vielleicht wurde von dieser Band schlicht viel zu viel veröffentlicht.  
Gerrit Meijer ist mir als wacher, aufrechter und unpeinlicher Typ erschienen. Der Meinungs-stark sagte, was er denkt, unabhängig davon, wie es bei anderen ankommen mag. Vielleicht meint das der Untertitel des Buches „Die unzensierte Geschichte“? Warum man eine Geschichte über „Berlin. Punk. PVC“ zensieren wollen sollte, ist mir schleierhaft.  Auch der Titel ist missverständlich. Berlin, Punk und PVC ziehen sich zwar in der Tat durch das ganze Buch, sind aber nicht die einzigen Themen. Passender wäre gewesen, das Buch die Memoiren von Gerrit Meijer zu bezeichnen. Das Buch liest sich sehr leicht und locker, wird aufgelockert durch ein paar s-w-Fotos.
Das Anfangskapitel über die Schulzeit ist eher schwach; die beschriebene Zeit lag ihm womöglich zu fern, und ggf. besaß er auch keine Quellen oder andere Zeugnisse, die ihm das Geschehen neu vor Augen führen hätten können. Ab dann nimmt das Buch aber Fahrt auf und schon deutlich besser ist das zweite Kapitel über seine Lehre und die Erlebnisse als Malocher sowie seine ersten musikalischen Interessen. Spannend sind auch seine Eindrücke der Teil-Stadt West-Berlin, auch „1968“ in West-Berlin bekommt er mit. Da lernt er es, den Kopf zu schütteln über vehement ausgetragene Auseinandersetzungen über die „reine Leere“, die ihm auch später immer wieder begegnen werden.
Es ist interessant, wie der begeisterte Musik-Fan und Plattensammler schließlich zu Punk kommt. Ebenso, seine Sicht auf die frühe Berliner Punk-Szene zu lesen; die Läden, Treffs, Bands. Unter anderem hat er Kontakte zu Eff Jott Krüger von Ideal, die damals gerade groß durchstarten (was dieser für einen Sprachfehler hatte, den er offenbar geschickt kaschieren konnte, hätte mich ja genauer interessiert). Insbesondere beschreibt er natürlich  die Geschichte von PVC, jener ersten Berliner Punk- Band, die er 1977 mit gründet, 1979 aber verlässt.  Für mich bleibt dabei die Frage offen, wie angesagt PVC damals wirklich gewesen sind, denn die Publikumsreaktionen werden als sehr unterschiedlich beschrieben.
Er gibt auch einen Blick auf die Punk-internen Auseinandersetzungen, die er aus der Perspektive des Älteren schildert, der auch öfters angefeindet wird, unter anderem allein deswegen, weil er älter ist. Und weil er – allein durch die Erfahrungen von „1968“ – Diskussionen um die „reine Leere“ (teils gefolgt von militanten Aktionen) in der Punk-Szene nur lächerlich finden kann. Er äußert sich dabei keineswegs „Punk-feindlich“, wie es dem Buch schon vorgeworfen wurde, sondern gibt den Blick frei darauf, dass es bereits damals in der unmittelbaren Anfangszeit ganz verschiedene Vorstellungen von Punk gegeben hat.
Schön, dass er die Entwicklung von PVC auch nach seinem Ausstieg weiterhin im Blick behält; die Band existiert ohne ihn bis März 1984 weiter. Was er sonst über die 1980er schreibt, fand ich rein aus musikalischem Blickwinkel eher uninteressant. Er startete viele Versuche mit diversen Bands und Projekten, die aber  – abgesehen von White Russia – zumindest mir völlig unbekannt geblieben sind. Interessanter sind hier seine Eindrücke von Reisen nach Ost-Berlin mit einem befreundeten Diplomaten. 1988 geht es dann mit PVC neu los, vor allem vorangetrieben durch das Interesse von Bela B. von den Ärzten, der mit PVC einige Songs aufnimmt und eine Maxi-Single veröffentlicht. Im Zusammenhang mit den Mauerfall-Feierlichkeiten äußert sich Gerrit enttäuscht, dass ihr Management sie nicht in von eben jenem Management organisierte Feier-Konzerte integrierte. Was mich etwas verwundert, denn auch wenn PVC die Songs „Wall City Rock“ und „Rocking till the wall breaks down“ gespielt hatten: wer aus einem Massenpublikum – für das jene Konzerte konzipiert waren - kannte schon diese Songs, wen hätten sie interessiert, wer hätte sie hören wollen?
Für die 1990er Jahre beschreibt er einige bizarre Geschichten aus dem Tour-Leben; so unter anderem ein Gerüst vor dem Proberaum, in dem die Anlage steht; oder ein Juz, das dermaßen versifft ist, dass sie lieber nachts  400 km nach Hause fahren. Auch hier begegnen ihm immer wieder Diskussionen um die „reine Lehre“. Besonders stark sind in jenem Teil persönliche Erlebnisse und Gedanken, unter anderem, wenn er darüber schreibt, wie er damit umgeht, wenn das PVC-Mitglied Knut Schaller und seine Eltern sterben.
In der zweiten Hälfte der 2000er Jahre gründen sich PVC , über den Umweg der Band Gerrit and the Rock’n’Roll Stalinists, neu. Etwa 2007 muss es gewesen sein, dass ich sie zwei oder dreimal gesehen habe. Richtig überzeugend fand ich die Konzerte nie, es war mehr Respekt aus dem Wissen heraus:  okay, das ist PVC, eine ganz frühe Band. Man hatte Respekt vor ihnen und war neugierig, sie mal sehen zu können. Aber dann ging man lieber nach 4-5-6 Lieder zur Bar oder nach draußen... So war es oft leer vor der Bühne. Schön, dass er wenige Jahre später letztendlich aus eigener Entscheidung die Reiß-Leine zieht und nicht weiter für die „Ewig-Gestrigen“ spielen will, die auch keine Weiterentwicklung zulassen.
Für mich, der ich ihn etwas kannte, ist das Buch lesenswert. Es ist unterhaltsam und in einer eigenen Art sehr gut lesbar geschrieben (im Übrigen auch sehr gut lektoriert, es heißt lediglich DEPP JONES statt Deep Jones…). Es war Anlass für mich, meine PVC-Platten nochmal neu zu entdecken. Und lustig natürlich, einige Leute erwähnt zu finden, die ich auch kenne. Das Buch ist kein essentieller Pflichtstoff, Freunde des frühen Punkrocks, von Musiker-Biographien sowie von Gerrit Meijer kommen aber auf ihre Kosten.

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Monday, March 06, 2017

Gerrit Meijer gestorben

Bereits vor zwei Wochen ist Gerrit Meijer im Alter von 69 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Ich wollte über ihn bereits im Herbst letzten Jahres schreiben. Anlässlich von "40 Jahre Punk" hatte Radio Eins vom RBB einen Tag lang einen Themen-Tag über Punk gesendet; bestechend daran war, dass nicht nur den großen, bekannten Bands, die man so erwarten würde, Raum gegeben wurde, sondern dass auch Berliner Bands gespielt wurden und ihre Protagonisten zu Wort kamen. Unter anderem Gerrit Meijer, Gitarrist und Sänger von PVC, einer der ersten Punk-Bands aus Berlin, der sehr Bemerkenswertes von sich gab. Und zwar, dass Punk für ihn längst tot sei. Denn das, womit Punk immer kokettiert hätte, würde heute von viel radikaleren Menschen (v.a. Islamisten) tatsächlich in die Tat umgesetzt. Damit sei der Wunsch von Punk, immer noch einen drauf zu setzen, immer noch weiter zu provozieren, obsolet geworden und Punk an sein Ende gekommen. Diese Aussage hat mich in ihrer Klarsichtigkeit beeindruckt. Da war einer am Mikrofon, der sich auskannte, immer noch am Puls der Zeit und wach und scharf im Denken war.
PVC hatte bei Incognito Records 1997 eine Doppel-10" mit alten Aufnahmen veröffentlicht, 2007 noch eine Anthology mit Songs aus den Jahren 1977-2007. Als ich 2010 Incognito übernahm, lud er mich zu sich nach Moabit ein; die Straße, in der er wohnte, quere ich mittlerweile, wenn ich nach Charlottenburg fahre. Er hatte noch weitere alte Aufnahmen, und mein Eindruck war, ihm ging es insbesondere darum, soviel wie möglich zu veröffentlichen. Mangels Geld und da ich nicht vollständig von den Songs (es ging um PVC wie auch um welche seiner anderen Band WHITE RUSSIA) überzeugt war, kam damals nichts zustande.
Wir blieben in losem Kontakt; ab und an kamen Rechte-Anfragen bzgl. PVC an Incognito, die ich an ihn weiter leitete, und letzten Herbst, als sein Buch erschien, lud er mich zu einer Lesung ein, zu der ich schließlich nicht hinging.   
Nein, ich habe ihn - im Gegensatz zu vielen anderen aus der Berliner Punk-äh-Sekte, der er immer nah verbunden blieb, auch wenn er durch seine vielfältigen Aktivitäten bzgl. "Punk-Ur-Zeit" auch für die Medien, insbesondere in Berlin, ein Ansprechpartner geworden war - nicht wirklich gut gekannt. Er hat mich auf der Straße nicht erkannt. Ich bin ehrlich gesagt auch kein übermäßiger PVC-Fan, finde nur "Wall City Rock", "Berlin by night" und "Can't Escape" so richtig gut, viele andere Songs nur durchschnittlich. Wahr ist auch, dass Gerrit einige Jahre und bei wichtigen Aufnahmen (u.a. beim Einspielen der ersten LP) gar nicht bei PVC spielte. Und dass Nachrufe wie der in der Berliner Zeitung, er sei "der Sid Vicious Kreuzbergs" gewesen, in vielerlei Hinsicht totaler Humbug sind. Bei PVC-Auftritten in den 2000ern wirkte er für manchen Jung-Punk sicher total rätselhaft und deplaziert: mit seinem schlohweißen Haar auf der Bühne stehend. Aber er war bis zuletzt ein wacher, aufrechter, unpeinlicher, beeindruckender Typ. Der fehlen wird. Und dessen Buch ich mir nun - auch wenn die Geschichte der frühen Punk-Zeit für mich eigentlich durch ist - doch zulegen möchte.
Signieren geht leider nicht mehr.

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Sunday, July 17, 2016

Bier und Wasser

„Bier oder Wasser?“ „Wasser“, sagte Smartie, „Dienstbeginn morgen 4.30 Uhr in Schönefeld“. Schichtarbeiter unter sich. Das erste hatte ich mir eigentlich nur geholt, weil mir die Vorgruppe GUITAR GANGSTERS mal wieder etwas zu langweilig war. Und was zu trinken ist ja schon nett. Dazu gab es Lohn an jenem Tag. Festtag für den Malocher! Berliner Pilsener 0,33 für 2,80 € erschien mir dennoch zu viel. Dann lief jedoch Konzert-Jochen mit einem Weizen-Glas durch die Gegend, und nur deshalb war ich darauf gekommen, nach Jahren auch mal wieder eines zu trinken.
Und auch die GUITAR GANGSTERS wurden auf einmal besser, nicht nur wegen meines Weißbieres, sondern die Songs wurden mit zunehmender Spieldauer – beginnend mit „Class of 76“ -  spritziger und schneller. Die vielen freundlichen Ansagen machten sie ohnehin sympathisch. Als das Glas leer war, zapfte ich mir ab und an Wasser auf der Toilette. Auch deswegen die Überlegung, ob hü oder hott in der Konzertpause.  Bei mir stand am nächsten Morgen zum Glück – anders als bei Smartie - die Spätschicht auf dem Plan, und letztendlich entschied ich mich für ein zweites Glas Kristallweizen. Das ich dann eigentlich viel zu schnell runter schlurfte, denn es begann die Haupt-Band CHELSEA, auf die ich mich seit Jahren mal wieder gefreut hatte. Und so ein zartes Glas in der Hand stört bei einer richtig guten Band natürlich. Und die Band um Gene October war richtig gut, er ist weiter ein absoluter character und das Set knallte richtig. Einzig „The Alternative“ hätte ich noch gern gehört, alle anderen Hits wurden gespielt. Zum ersten Mal hatte ich CHELSEA 1992 noch in Stuttgart gesehen, seither noch einmal in Waiblingen und vor rund zehn Jahren furchtbar irritierend bei einem Festival in Berlin-Karlshorst. Einige ihrer Songs begleiten mich ohnehin schon immer.  Meine "Last drinks" an jenem Tag waren dann wieder Wasser, und durch das viele Nachtanken blieb der Sodbrand zum Glück aus, die Nacht verlief gut und auch den Arbeitstag bekam ich schließlich – trotz geringer motorischer Defizite, die beim Kartons-Falten  auffielen, und auch wenn sich die Spät-Dienste immer so schleppend lang hin ziehen – ganz gut über die Bühne.

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Saturday, June 18, 2016

Undertones

Damit es hier nicht nur um die Arbeit geht! Das Konzert der UNDERTONES am Freitag vor zehn Tagen konnte mich nicht recht begeistern, aber eventuell deswegen, weil ich am Tag
des Konzert "früh" gearbeitet hatte, am Nachmittag dann drei Stunden geschlafen, und für den nächsten Tag stand nochmals Arbeiten (und Aufstehen um 6) bevor. (Somit dreht es sich also doch wieder um die Arbeit...)
Also sie waren keineswegs schlecht, aber vielleicht war ich nicht richtig offen für sie. Obwohl es immerhin die letzte mir wichtige Band war, die ich noch nicht live gesehen hatte. Aber zwei Songs sind mir doch besonders in Erinnerung geblieben. "It's gonna happen" war mir zuvor noch nie aufgefallen, was für ein großartiger Pop-Punk-Knaller! "Wednesday week" hatte ich früher mal auf Kassette, und ich meinte die letzten Jahre immer, es sei von den BEATLES. Und wunderte mich, dass ich es nicht wieder finden konnte.
Die beiden Songs waren Grund genug, mir im Nachhinein die hier abgebildete "An Anthology"-Doppel-CD zu besorgen, eine wunderbare Zusammenstellung, an der ich seither große Freude habe.
Ein Freund aus Hamburg wies mich übrigens auf eine Website hin, auf der man Setlisten von Konzerten nachlesen kann. Hier die der UNTERTONES am 10. Juni 2016 in Berlin.

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Sunday, May 22, 2016

JAM TODAY und SEX PISTOLS EXPERIENCE live auf der MS Stralau

Vor einer Woche spielten JAM TODAY aus Hamburg und die SEX PISTOLS EXPERIENCE auf der 2. von Mario Irrek organisierten Boots-Tour auf der Spree. Diesmal zwei Cover-Bands, die zwei Konzerte (eins ab 14, das zweite ab 17 Uhr) hatten monatelangen Vorlauf, so dass ich ganz vergessen hatte, dass ich ihm JAM TODAY empfohlen hatte. Erst Sänger und Gitarrist Helge erinnerte mich daran, dass ich ihnen das "eingebrockt" hatte. Die Hamburger wieder großartig, auch der Sound war besser als letztes Jahr an gleicher Stelle bei RAZORS und OUTCASTS. Und es hieß zum Glück nicht wirklich "Going underground", das heißt, das Schiff sank nicht...
Als Haupt-Act dann die SEX PISTOLS EXPERIENCE, eine Truppe, über die ich hier - glaube ich - schonmal geschrieben hatte. Sex Pistols-Covers, bereits über 1000 Shows, insbesondere in England ein großes Ding. Musikalisch super, exakt wie auf dem "Never mind the Bollocks"-Album, auch perfekt druckvoll. Die Leute sehen sogar teils aus wie die Originale, zumindest "Johnny" und "Sid". Alles Bombe also, auch die Stimmung war wirklich außerordentlich gut. Die Songs der PISTOLS originalgetreu live zu hören... das ist schon was Besonderes...! Nur als "No future" gespielt wurde, "No future for you", das 1977 der Queen galt... da wurde mir bewusst: hier irrte Punk ausnahmsweise mal... Denn bekanntermaßen ist die Queen 39 Jahre später immer noch Königin...!
Die nächste Bootstour übrigens am 18. September mit PETER & THE TEST TUBE BABIES, Karten 35 € each.

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Artikel im aktuellen PLASTIC BOMB

Mein Artikel über die "Punk - a world history"-Sampler-Reihe, den es hier online zu lesen gibt (wir berichteten...), ist nun auch im aktuellen PLASTIC BOMB-Fanzine erschienen, das es ab dem 25. Mai an jedem größeren Bahnhofskiosk zu kaufen gibt. Eigentlich hatte ich mich sehr gefreut, dass sie ihn drucken, aber das Ergebnis ist doch etwas dürftig und enttäuschend ausgefallen. Sie haben ihn nämlich mit einer Schreibschrift layoutet, die nicht gerade zum Lesen einlädt... Außerdem kündigen sie den Artikel im Inhaltsverzeichnis an als Artikel über "die Geschichte von Punk". Da hat sich wohl jemand nicht die Mühe gemacht zu erfassen, worum es eigentlich geht...

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Thursday, March 17, 2016

Sampler-Reihe: "Punk - A World History"

Falk, der Sänger von FRONT aus Wiesbaden, war so nett, einen Artikel von mir über die Sampler-Reihe "Punk - A World History" auf seinem Trashrock-Blog zu veröffentlichen. Viel Vergnügen!

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Thursday, December 03, 2015

Alternative Ulster!

Am Freitag den 13. - ansonsten ein sehr trauriger Tag - erschien bei Incognito Records die Nachpressung einer Punk-7", die im Original 1980 herausgekommen war. THE DOUBT - Contrast Disorder, vier wahnsinnig krachige Punk-Songs einer Band aus Bangor in Nord-Irland, die mir erstmals in den späten 1990ern auf den "Bloodstains across Northern Ireland"-Samplern aufgefallen waren. Rund 15 Jahre später lege ich diese auf meine Initiative zusammen mit dem nord-irischen Punk-Papst Sean O'Neill neu auf. Diesmal mit Cover, und einem Inlay mit Würdigung von Band und Platte, was mir immer sehr wichtig ist. Mit wirklich freundlichster Unterstützung von Robert Scott, der seinerzeit die Original-Platte mit aufgenommen und finanziert hat. Und mit ebenso freundlichster und kollegialster Unterstützung unseres Layouters.
Meine 250 Exemplare sind bei mir auch schon wieder ausverkauft, das ging erwartetermaßen sehr sehr schnell. Soweit, so gut. Soweit, so erwartet.
Gestern aber der Hammer. Sean O'Neill leitet mir einen Link weiter: unsere DOUBT-Platte wurde in BBC Ulster gespielt! Die Sendung ist noch bis zum Jahreswechsel online und kann hier gehört werden: Mickey Bradley Show
Der sehr angenehm und nett klingende Moderator, dessen toller Akzent so richtig Lust macht auf eine Reise nach Nord-Irland, und der auch abgesehen von THE DOUBT viel Punk spielte, stellt sich heute zudem als Bassist der UNDERTONES heraus!
Es hat sich ja auch hierzulande viel getan in Puncto Punk in den Medien und Punkrock im Radio. Aber eine solch tolle Sendung halte ich in Deutschland weiterhin schlicht für unmöglich. Das geht wohl nur in einem kleinen, überschaubaren Land, wie es Nord-Irland ist, zudem starken britischen Einflüssen ausgesetzt. In diesem Sinne empfiehlt der "Bunte Trümmer"-DJ nun zum Abschluss "Alternative Ulster" von Stiff Little Fingers. Ein Text von 1978, dessen Forderungen offenbar zum Teil wahr geworden sind... :)
Das ist doch einen Asbach Uralt wert...!

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Saturday, November 07, 2015

Razzia live 2015

Längst bin ich dazu übergegangen, nicht mehr jedes Konzert mitzunehmen. Eher herrscht die Parole "Klasse statt Masse" vor. Ich brauche mir auch nicht mehr Bands angucken, die ich eh schon mehrmals gesehen habe. In diesem Jahr gab es mindestens zwei Highlights, über die ich an dieser Stelle noch kein Wort verloren habe. Das waren zum einen The Damned im Wild at heart und zum anderen - mal was ganz anderes - die Beatsteaks in der Wuhlheide. Dazu gehört eigentlich auch noch das Boots-Konzert auf der Spree mit Razors und Outcasts Anfang September. Das waren alles einzigartige Konzerte, die mir bis heute tief intus geblieben sind. The Damned mit einem wahnsinnig guten, klaren, druckvollen um nicht zu sagen perfekten Sound, und das in so einem kleinen Laden wie dem Wild at heart. Beatsteaks, ein Stadion-Rock-Erlebnis, mein erstes "großes" Konzert seit den Toten Hosen 1994, würde ich mal sagen. Ich inmitten von lauter 20-jährigen; Open Air, bestes Wetter, toller Konzertort, an dem man je nach Lust und Laune hin und her wandern kann zwischen Innenraum und Tribüne, wo dann u.a. ganze Familien saßen oder standen. Beim Boots-Konzert waren es fast weniger die Bands an sich, sondern mehr so das Boot fahren, sich die Stadt vom Wasser aus angucken und dabei ordentlich beschallt zu werden.
Razzia gestern im SO 36 waren ein weiteres Highlight in der Sammlung der Konzerte dieses Jahres. Sie sind eigentlich eine Band der 80er und frühen 90er Jahre, die ab 1984 mit ihrem Album "Tag ohne Schatten" und fast mehr noch durch das zweite "Ausflug mit Franziska" (mit Orgel-Einsatz!) zu Klassikern, um nicht zu sagen Ikonen des Deutschpunk wurden. Ich bin relativ spät auf sie gestoßen, hatte zuvor - die in Stuttgart unvermeidlichen - Normahl kennengelernt, dann Slime, Daily Terror, Hass und ähnliche. Verglichen mit den Prolls von Normahl erschienen mir Razzia wie Schwäne, die mit ihrem feinen norddeutschen Akzent, den unpeinlichen Texten und der ausgefeilten, dabei aber immer druckvollen Musik begeisterten. 1999 sah ich sie erstmals, im legendären "Eimer" in Berlin-Mitte. Damals aber mit anderem Sänger, der originale war seinerzeit längst ausgestiegen. Ich erinnere mich nicht vollständig an dieses Konzert, aber ich meine, das Gefühl gehabt zu haben, dass es letztendlich nicht wirklich Razzia gewesen sei, eben, weil die markante Stimme fehlte.
2012 oder 2013 taten sich die Hamburger wieder zusammen, diesmal in Original-Besetzung, und spielten wieder Konzerte. Ich habe das Konzert in Berlin damals sausen lassen, weil ich dachte, das könne einfach nichts Gutes werden, und so wollte ich mir die Band nicht kaputt machen lassen. Es soll aber sehr gut gewesen sein, hatte ich von mehreren Seiten gehört. Und diesmal wollte ich mir sie dann nicht entgehen lassen. Das SO 36 war schließlich sogar ausverkauft, und Razzia spielten - anders als gedacht - schon als zweite Band. "Arsch im Sarge", "Als Haus wärst du ne Hütte", "Schatten über Geroldshofen" gehörten zu den ersten Liedern, und schnell wurde deutlich: ja, sie haben es noch voll drauf! Der markante, einzigartige Gesang klang wie auf Platte. Ebenso die tolle Lead-Gitarre, die auch nur bei Razzia so klingt, wie sie eben klingt. Und das ganze war druckvoll und mitreißend. "Kranke Geister, kranke Leiber", "Kaiserwetter" und "Nacht im Ghetto" wurden auch noch gespielt, neben einigen Songs von späteren LPs, die ich nicht so präsent hatte. Auf jeden Fall war es sehr sehr gut gewesen.
Im Anschluss spielten noch Fliehende Stürme aus Stuttgart, von denen ich zuvor nicht viel kannte. Das war eher punkiger Dark Wave. Ein Soundteppich, auf den man sich erst mal einlassen muss. Der mir dann durchaus gefiel, denn das hat schon eine gewisse eigene Magie - aber irgendwann war dann mein Interesse auch wieder geschwunden, denn letztendlich klingt vieles doch sehr gleichförmig. Da wurde mir nochmals die geniale Vielseitigkeit von Razzia bewusst, deren Songs auch etwas Düsteres haben, aber eben auch viele weitere Facetten. Fliehende Stürme haben aber durchaus viele Fans. Beim Rausgehen waren die Reihen zwar etwas lichter als bei Razzia, aber sie haben den Laden keinesfalls leer gespielt.

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Tuesday, May 12, 2015

'Into the unknown' - 999 und "Little red riding hood" im Wild at heart

Die Anzahl meiner Konzert-Besuche hat sich in den letzten Monaten ganz schön reduziert - schlicht aus Zeitgründen. Ebenfalls aus Zeitgründen lasse ich zuletzt gern die Vorgruppe sausen und komme möglichst erst zur Hauptgruppe. Etwas, das - siehe Kaltfront-Konzert - auch mal schiefgehen kann.
999 standen Ende März auf dem Konzertkalender des Wild at heart, das dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert. Alte Heroen um Nick Cash und Arturo Bassick. Gegründet bereits 1976, der Auskunft von Arturo in seinem feinen, sehr gut lesbaren Buch "Fat bloke, thin book" nach neu gegründet auf einer Trauerfeier für einen Freund von Arturo, den Nick Cash in seinem damaligen Job als Totengräber zu Grabe tragen sollte.
Wenn diese beiden auf der Bühne stehen, kann man nichts falsch machen. Bereits die Zwischen-Musik zwischen der beiden Bands inform einer Cyanide Pills-CD machte Spaß, und als 999 anfingen, war's einfach wie immer: man weiß, was man bekommt, und das bekommt man gut präsentiert! Und nicht nur das, die beiden Lieder The biggest price in sports, das auch von den FORGOTTEN REBELS stammen könnte, und Little red riding hood, das den typischen 999-Groove hat, entdeckte ich neu für mich. Haha, sehr lustig. Gerade spielt Youtube nämlich automatisch ein weiteres Lied, und ich bekomme zu hören, dass Little red riding hood auch von den ROLLING STONES gespielt wurde. Und noch von diversen anderen Kapellen und Interpreten. Und ich sehe, ich könnte mich jetzt unendlich ins Internet vertiefen und mehr über "Little red riding hood" herausfinden (u.a. ist da von einem gleichnamigen Disney-Film die Rede). Aber das will ich an dieser Stelle nicht tun, denn soo sehr interessiert's mich dann doch nicht...

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Sunday, March 08, 2015

Buzzcocks + Cyanide Pills live in Berlin

Einige Jahre lang hatten sich die Buzzcocks rar gemacht. Auch dieses Jahr sollte es nur zwei Konzerte in Deutschland geben - eines in Hamburg, eines in Berlin. Nachdem mir letztes Jahr - durch seltsames Tour-Booking! - die Undertones entgangen waren, wollte ich mir dieses Jahr nach rund 22 Jahren wenigstens mal wieder die Buzzcocks angucken. Die eigentlich veranschlagte Location "Bi Nuu" war einige Wochen vor dem Konzert ausverkauft - die Betreiber (denen zusätzlich noch das "Lido" gehört, und denen gute Bande zum Kulturbürgermeister des Bezirkes nachgesagt werden) verlegten es schließlich ins "Astra", einem sehr großen Laden, in dem u.a. auch die großen "Punk & Disorderly"-Festivals stattfinden. Durchaus überraschend, dass die Buzzcocks so einen Laden füllen können - letztendlich war es sogar komplett ausverkauft. U.a. hatte aber auch Radio 1 mehrmals dafür geworben, war als Unterstützer aufgetreten.
Bereits vor dem Konzert war klar, dass es ein Ereignis werden würde. Viele Leute aus anderen Städten hatten ihr Erscheinen angekündigt. Allgemeine Vorfreude war angesagt, außer bei den Leuten, die "Bin Nuu" / "Lido" / "Astra" wegen diverser Vorfälle beim Übergang von "Kato" zu "Bi Nuu" immer noch boykottieren. Etwa 20.30 Uhr fingen die Cyanide Pills aus Leeds an. Eine bekannte Größe im 77-Style-Punkrock, fünf junge Kerls um Mitte / Ende 20, die schon seit geschätzten fünf Jahren aktiv sind, inzwischen zwei LPs und diverse 7"es raus haben und immer noch in der selben Konstellation wie am Anfang spielen. Eine gute Truppe, die auch ihren eigenen Stil hat. Allerdings wurde schnell deutlich, dass sie eher in kleineren Läden wie etwa dem "Wild at heart" zuhause sind. Sie wirkten auf der großen Bühne des "Astra" recht verloren, auch der Sound war nicht so packend wie in nem kleinen Schuppen.
Nach einiger Pause dann die Buzzcocks aus Manchester. Nicht ganz in Original-Besetzung, aber die wesentlichen Kräfte Steve Diggle und Pete Shelley sind noch mit dabei. Die ersten drei Lieder waren alles Volltreffer: "Boredom", Fast cars" und "I don't mind". Dann ein paar neuere Lieder, die dann auch dazu führten, dass der Auftritt etwas verflachte. Ich begegnete diesem Gefühl und machte mich auf weiter nach vorne. Aber irgendwie konnte ich nicht vollständig überzeugt werden. Bei einem Hit wie "Sick city sometimes", gesungen von Steve Diggle, kam der Gesang sehr schlecht rüber. Manche andere Songs wie "Autonomy" oder "Noise annoys" wurden künstlich in die Länge gezogen, was mir überhaupt nicht gefiel. Worauf ich auch überhaupt nicht kann, sind Animationen an das Publikum, in die Hände zu klatschen. (Und auf ein Publikum, das das dann auch noch mitmacht...) Das hatte was von Stadion-Rock.
"Promises" wurde noch gespielt, und als Zugabe - ich hatte es vorhergesehen - "Harmony in my head", "Ever fallen in love" und "Orgasm addict". Da wurde es dann endgültig skuril, denn ich stand ganz vorne, um mich herum nur 20-jährige Mädchen. Die sich von einer Band bestehend aus Männern Ende 50 " You are an Orgasm addict" vorsingen ließen. Wenn das nicht schon an Kinderschändung grenzte... Da sind verschiedene andere "alte" Bands wirklich selbstironischer unterwegs, u.a. um genau solchen Situationen vorzubeugen.
Es war ein Rock-Konzert, und viele junge Menschen haben sich offenbar einreden lassen, dass es ein Event sei, die Buzzcocks live zu sehen und sind deswegen hingegangen. Die Band war mit viel Spielfreude zu Werke gegangen, insbesondere Steve Diggle ist eine sympathisch wirkende alte Rock-Sau, während Shelley mehr so den bärtigen Lehrer darstellt... Dennoch haben sie zu viert die große Bühne wirklich ausgefüllt, einfach durch ihre Präsenz. Vielleicht ist es auch menschlich verständlich, dass sie angesichts der Freude über ein solch großes Publikum ein bisschen Rockstar-mäßig aufgetreten sind. Und natürlich ist es - Stichwort Ironie-frei - etwas anderes, vor 100 als vor über 1000 Leuten zu spielen. Aber für mich war es dann auch okay, als es vorbei war.
Dass es dennoch ein sehr schöner Abend war, lag an den zahlreichen Begegnungen, die so ein großes Konzert mit sich bringt. Insofern durchaus - das erhoffte Ereignis!

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Sunday, November 16, 2014

Poor & Weird Festival Berlin

Vier Bands - und alle vier zu laut! So dass ich noch am Morgen danach völlig zugedröhnt bin. THE NOT AMUSED habe ich schon viel zu oft gesehen, und obwohl mich mit manchen von ihnen eine Freundschaft verbindet, muss ich sagen, dass das ganze eher ein Holter-die-Polter-Auftritt gewesen ist. Ohnehin fraglich, ob sie dieses Festival für voll genommen hatten - der Gitarrist, der sonst nie ohne Schlips anzutreffen ist, trug demonstrativ nur grob-kariertes Bauarbeiter-Hemd! Möglicherweise, wurde gemutmaßt, sollte dieser ungewöhnliche Aufzug auch den Schnauzbart von Mit-Veranstalter "Eberhard-Feik-sein-Sohn" kritisieren. Als zweite spielten BELLA WRECK - die waren super! Ich sah sie zuvor zweimal im "Trickster" und fand sie dort beides Mal eher durchschnittlich. In der Zwischenzeit hatte ich jedoch ihre wirklich fabelhafte LP kennengelernt. Und nun sah ich sie erstmals, seitdem mir ihre Songs, von denen manche an HÜSKER DÜ erinnern, total geläufig sind. Das auch noch auf der großen Bühne des "Cassiopeia" - und sofort wurde deutlich: diese Band braucht eine große Bühne! Das sind Musiker, die können wirklich was! Vielleicht klingt auch deshalb ihre LP so perfekt, was für ein Debüt ja völlig ungewöhnlich ist. Weil - sie einfach wissen, was sie wollen und wie sie klingen wollen. Höchste Meinung von dieser Band!
IMPO & THE TENTS waren auch super, ihre Lieder sind einfach genial spritzig. Erst live habe ich realisiert, dass sie auch ein Keyboard haben. Das gab ihrem Highspeed-Powerpop noch eine gewisse skandinavische Melancholie hinzu. Super - außer dass der Sänger einen wirklich übel-hässlichen Oberlippenbart trug...
Von EDDIE & THE HOT RODS hatte ich so richtig schön gar nix erwartet. Hatte mich auch gewundert, dass diese als Headliner die Massen anziehen sollen. Zunächst waren nur die drei Musiker auf der Bühne - der Alt-Star hält sich zurück, fragte ich mich? Aber er kam dann auch bald, es ging los und es wurde echt charmant! Am Anfang dachte ich, na, musikalisch ist es nicht so ganz meines, es war doch sehr rockig. EDDIE & THE HOT RODS sind ja auch synonym mit dem Genre "Pub-Rock". Aber ich bin dennoch geblieben, und es gefiel mir immer besser. Die Band hatte auch echt Spaß in den Backen, und Eddie himself (der eigentlich ganz anders, nämlich Barry Masters heißt) war ein charmanter Entertainer, alt, aber schlank & fit, das gefiel mir gut! Ließ mich ein bisschen an "die Katze" - Tom Jones denken (wobei es mich nicht wundern würde, wenn diese Assoziation nur mir gekommen wäre). Dann endlich das heiß ersehnte "Do anything you wanna do", und es gab kein Halten mehr. Ein wirklich grandioser Song, den die meisten natürlich erstmals von den TOTEN HOSEN gehört hatten auf ihrer "Learning English"-LP. Im Anschluss gab es noch den Song "Gloria", und dann noch eine Zugabe. Vor allem der Sänger ließ einen an eine andere Zeit denken. Pub-Rock, Kneipen-Musik der späten 70er, frühen 80er Jahre. Rauch, Bier, auf der kleinen Bühne am Rand tritt eine Band mit diesem Typen am Gesang auf. Und dann spielt DIESE Band aus dieser anderen Zeit "Born to be wild" von STEPPENWOLF als letzten Song! Total unerwartet, total überraschend, total durchgeknallt - aber völlig stimmig! Saugut, und noch jetzt, einen Tag danach, habe ich deswegen ein fettes Grinsen im Gesicht...

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Wednesday, July 01, 2009

Hell / Norway

Die Postkarte einer norwegischen Küstenstadt

Es gab Ende der 90er/um die Jahrtausendwende eine Punk-Bootleg-Sampler-Reihe namens "Killed by death". In der weltweit Punk-Liebhaber ihre Lieblings-Songs aus den Jahren 1977-83 auf LP heraus gebracht haben. Schwarzpressungen natürlich. Als Absender stand jeweils:
"Redrum Records, Postfach ..., Hell / Norway".
Ich wusste bisher nicht, dass es diese Stadt wirklich gibt, hatte es für eine Fantasie-Adresse gehalten. Wieder was dazu gelernt...

Killed by death ist heute auch online vertreten, unter:

www.kbdrecords.com

Geiles Motto übrigens: "I won' t pay for Punk-records"...

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Tuesday, September 11, 2007

Weil es für volle Hallen bürgt wenn der Captain die Gitarre würgt!

The Damned im SO 36, endlich, nachdem ich mich sieben Jahre geärgert hatte, sie 2000 leichtfertig verpasst zu haben. Damals 28.- DM, 2007 22.- Euro, und dazu mit drei Vorbands, die mich natürlich überhaupt nicht interessierten.
Aber die stand ich durch, zumindest zwei davon, und auch das anstrengende große Publikum. (Ich habe wohl schonmal Ralf Real Shock zitiert, und seine Präferenz für Konzerte, die maximal 177 Zuschauer anziehen).
Aber wie weggeblasen, weggehaucht, als The Damned die Bühne betreten und mit "Lovesong" ihr Set starten. Was ein Hammer, jetzt merk ich erst, jetzt begreife ich auch durch körperliche Erschütterung, dass da tatsächlich DIE alte Band auf der Bühne steht. Die soviele Punk-Smasher geschrieben hat, häufig kopiert, aber nie erreicht. Eine der letzten verbliebenen ganz großen Bands der wirklichen ersten Reihe, zu denen sonst wohl nur Sex Pistols und The Clash zu rechnen sind. 999, The Lurkers, alle ganz nett, und zum Teil auch richtig gut. Aber nie mit dieser Genialität und Prägnanz wie die ganz großen Drei. Zu denen allenfalls vielleicht noch The Jam aufschließen könnten.
Und 2007 immer noch spritzig und lebendig. Sie spielen wohl nur noch, wenn sie Lust darauf haben, auf der laufenden Tour nur vier Konzerte, und man spürt die Unverbrauchtheit und Spielfreude. Sie haben auch nicht künstlich irgendwelche blöden neuen Lieder gemacht, und nur ein schlichtes Tour-Shirt am Verkaufsstand, sonst nichts. Auch vom Auftreten her: Dave Vanian, supergut in Schuss, fast schon ein bisschen Muskel-bepackt. Captain Sensible mit Mütze, Sonnenbrille, schelmischem Grinsen und witzigen Ansagen.
Disco-man * Just can't be happy today * New Rose * Neat Neat Neat * Smash It Up * Fan Club * Anti-Pope * Feel The Pain * Ignite (!) * I feel alright.
Die ganzen Klassiker, 1000 x gehört und 1000 x gecovert. Nun endlich mal von den Leuten selbst gespielt zu hören!
Aber wer zu The Damned geht, darf nicht nur die Punk-Basher erwarten, die Band hat mehrmals ihren Stil gewechselt. Und aus allen Epochen ihres Schaffens haben sie Lieder gespielt. Diese Vielseitigkeit, das ist The Damned!
"History of the world".
Und als als erste Zugabe "Elouise" gespielt wird, wieder heilige Erschütterung. Das erste Lied, das ich jemals von The Damned gehört hatte, 1985 oder 1986 aus dem Radio auf eine meiner ganz frühen Kassetten aufgenommen. Damals und noch einige Jahre weiter völlig unwissend, was das überhaupt für eine Band ist bzw. war, The Damned.

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Tuesday, September 04, 2007

Brennende Langeweile (The Adverts, Teil 2)

Zwei Tage nach dem Konzert auch noch der Film mit den ADVERTS namens "Brennende Langeweile", entstanden 1978 im Rahmen der ZDF-Reihe "Das kleine Fernsehspiel".
Oh Mann, Deutschland in den späten 70er Jahren. Krasse Tapeten. Spießige Eltern. Popper-Teenager. Aber auch Filme wie dieser. Hätte ich die Band nicht gekannt, hätte ich nach 10 Minuten wieder ausgeschaltet. Sowas von langweilig, zäh und unsexy...
Am interessantesten noch zu sehen, wie jung TV Smith (vor zwei Tagen noch im Alter von + 29 Jahre gesehen) damals ausgesehen hat, und natürlich auch der Rest der Mannschaft. Wirklich gut auch die Qualität der Live-Mitschnitte, die Lieder klingen richtig gut, und sind keine Katzenmusik (wie z.B. auf "Adverts - Live at the Roxy 77").
Ansonsten bleibt an dem Film aber nicht viel gutes. Und schwer nachvollziehbar, dass dieser seinerzeit Kids durchaus einen Kick geben konnte (wie es mir von einem Zeitzeugen berichtet wurde).

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The Adverts!

Es war doch deutlich besser als erwartet, das Konzert von TV Smith und den drei Spaniern, die an den Instrumenten die ADVERTS vertraten. Alle Achtung! TV Smith sah richtig super aus, trug ein mit allerlei Asseccoires schön geschmücktes schwarzes Cord-Sacko. Die Songs der 1. LP sind auch einfach durchgängig großartig, auch gut druckvoll gespielt, und es war zu spüren, wie er sich voll in sie reinbegab. Was in ihm da wohl für Bilder aufgegangen sind, diese inzwischen 30 Jahre alten Songs wieder mit Band zu singen? Safety in numbers, Bombsite boy, On wheels, On the roof, The great British mistake?
Es war ein wirklich knalliges, sehr gutes Konzert, und es hat sich gelohnt, hingegangen zu sein!

Nach den Adverts-Songs der 1. LP + "New Day Dawning" und "We who wait" spielten sie dann noch 3-4 neue Lieder von TV Smith, und die fielen für mich deutlich ab. Sicher keine schlechten Songs, aber eben nicht so magisch-besonders-catchy wie die alten Adverts-Lieder. "Klingt wie Cock Sparrer" meinte Arvind, und da hatte er wohl recht. Dargeboten von TV Smith - inzwischen ohne Sacko, und gleich wieder "hemdiger" aussehend - wirkten die einfach nicht besonders gut.
Mehr sicher bald bei Arvind, der auch mit TV selbst sprach und an ein ca. 14 Jahre altes gemeinsames Interview anknüpfen konnte, unter: Pinheadfanzine Online

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Saturday, September 01, 2007

The Adverts oder doch nur TV Smith?

Für heute Abend waren die "Adverts" angekündigt, die geheimnisvolle, wirklich große Original-77er-Punk-Band um TV Smith, die wohl seit 1979 nicht mehr aufgetreten ist. Wie aus Reflex habe ich mir sogleich, nachdem ich von dem Konzert erfahren habe, eine Karte im VVK geholt.

Aber je mehr ich drüber nachdachte, desto mehr zweifelte ich an meiner Entscheidung. Es handelt sich wohl nämlich nicht um die Original-Adverts, incl. Gaye Advert, sondern einfach um TV Smith zusammen mit einigen Jungspunden, die die Adverts-Lieder nachspielen.
Na doll, und dafür hab ich nun 14.- (incl. VVK) ausgegeben. Hab ich nicht TV Smith x-mal gesehen, meistens gar für umsonst, wo auch immer Adverts-Lieder gespielt wurden? Und nicht zuletzt, als er mit Band auftrat, mir eher gedacht, du alter Mann, bleibe doch lieber bei deinem Liedermacher-Style, das sieht in deinem Alter einfach besser aus?

Heute ist der Tag, heute Abend geh ich zu dem Konzert. Tommy-Haus, immerhin ein netter Konzertort. Und einige Freunde werde ich nach längerer Zeit wieder sehen. Das kann schon nett werden, wird es wohl auch. Aber in Hinsicht auf den musikalischen Teil des Konzerts habe ich wirklich keinerlei Erwartungen...

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Sunday, January 21, 2007

UK Subs und Vibrators live

Erstmal ein kleiner Schock, als ich ans "Kato" komme und den geforderten Eintrittspreis von 15.- sehe.
Enttäuschung, als ich - drinnen angekommen - höre, dass ich die Vibrators bereits verpasst habe. Die ich echt mal gern gesehen hätte. Und Ärger, dass ich dennoch den vollen Preis habe bezahlen müssen.
Dann legen die UK Subs los. Sänger Charlie Harper ist inzwischen Anfang 60, aber die Band rockt weiterhin wie gehabt, und insbesondere auch er. Hatte ihn nun einige Jahre lang nicht mehr gesehen (zuletzt '98?), und war neugierig, wie es ihm so geht. Er machte wirklich nur den besten und fittesten Eindruck. Dynamik, Schmackes - das ist kein Altherren-Rock, das ist unvermindert kräftiger Punkrock, wie man ihn von den UK Subs kennt.
Schade nur, dass die Bands einige Idioten angezogen hatten. Die stagediven mussten, und beim Pogo recht brutal zu Werke gingen. Das vermieste mir das Konzert doch sehr, und mit solchen Leuten ist Punkrock, wie ich ihn mir vorstelle und bei dem ich mich wohl fühle, nicht möglich. Die meinen, sie können zum Punkrock gehen, um da mal so richtig assig die Sau raus lassen zu können.
Ich hoffe, bei Avengers, von denen ich aller Welt vorgeschwärmt hatte, am 9.2. an selber Stelle wird es besser...

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