Saturday, September 30, 2006

Das Ergebnis aus Stralau (SA, 30.9.2006)

Irgendwann werden sich vielleicht auch die MitgliederInnen des heute unterlegenen Teams sagen, es sei doch letztendlich ein interessanter Spieltag gewesen. Wenn einige Zeit vergangen ist, einige Nächte darüber geschlafen wurde und es der Vorfreude auf den nächsten Samstag und damit den nächsten Spieltag - wenn die Chance besteht, alles das besser zu machen, was heute schief lief - gelungen ist, die heutigen Malheure zu verdrängen.
In der Sportschau jedoch konnte man z.T. kaum schmerzfrei zuschauen, wie die StürmerInnen auch der bezahlten Equipes reihenweise Chancen versemmelten. Das waren weitere Stiche ins eigene Herz, weitere Verstärkungen der heute erlittenen Traumatisierungen. Ein Genuss hingegen die eleganten und cleveren drei Bremer Tore. Sowas gibt es also auch noch...
Aber fangen wir von vorne an. Karl-May-Gedächtnis-Arena, bestes Spätsommer-/Frühherbstwetter mit Sonnenschein und Temperaturen knapp über 20°C, schließlich acht Anwesende und damit vier gegen vier. Zunächst in folgender Konstellation:

Team Weiß: Philipp S., Martin Wiener, Stephan S., Jens "Gille" G.

Team Bunt: Tommy S., Steffen the unholy Rechtsaußen, Ralf Schmersahl, Andreas K.

Das erste Spiel endete mit 3:1 für die Bunten, dann wurde jedoch umgestellt, gewechselt (Philipp gegen Ralf) und das Feld vergrößert... Von da an ging' s bergab mit den Bunten. Die Teams stellten sich, entgegen anfänglicher Skepsis, als weitgehend gleichwertig heraus. Den Bunten wollte und wollte aber einfach kein Tor gelingen, obwohl wirklich ausreichend Chancen vorhanden waren. Jeder der MitspielerInnen hätte sich mindestens zwei Mal in die Torschützenliste eintragen können, bzw. sogar müssen, aber das Pech klebte lange Zeit am Schlappen, dass es keine Freude mehr war. Es sah jedoch so aus, als ob Routinier Philipp wieder die Wende bringen können würde: mit zwei blitzsauberen Toren, nach denen die Bunten sicher eine Stunde hatten dursten müssen. War das die Wende, war nun der Bann gebrochen? Es sah durchaus etwas danach aus, 3:5 inzwischen der Zwischenstand nach einem 1:4 Rückstand.
Dann luden jedoch zwei als anwerbefreudig bekannte MitspielerInnen diverse flanierende Zaungäste zum Mitspielen ein. Zunächst kamen zwei hinzu, später nochmals zwei, so dass auf einmal mit sechs gegen sechs gespielt wurde. Es war ein ganz neues Spiel: waren die Mannschaften über 2 Stunden gewohnt, auf weitem Feld zu spielen, wurden nun die Räume enger und das Spiel undurchsichtiger. (Das mag das wahrlich Interessante des heutigen Spieltages gewesen sein: die Beobachtung, dass die Räume ab einer Zahl von zwölf MitspielerInnen eng werden) Dazu stellte sich einer der neu Hinzugekommenen bei Weiß als absoluter Spitzenspieler heraus, und das bedeutete den K.O.-Schlag für Team Bunt, das sich zuvor gerade berappelt hatte, schließlich aber wütend und verzweifelt vom Platz schleichen musste. Bis nächsten Samstag, wenn die Karten wieder neu gemischt werden...
Zum herausragenden Spieler des Tages kürten die Deputierten der STAUFA nach Spielende (genau um 18.05 Uhr) einstimmig Ralf Schmersahl. Auf die Veröffentlichung der Tor-und Assist-Wertung wurde heute auf Bitten von Team Bunt verzichtet.

Thursday, September 28, 2006

Das Parfüm

Eigentlich will ich über diesen Film gar nicht viel sagen. Weil ich einerseits die Sorge habe, ihn sonst zerreden zu können. Andererseits aber hab ich auch Bedenken, ich könnte nur unnötig "Dummes" sagen. Ich habe das Buch nicht gelesen. Und vielleicht können erfahrenere Kino-Kucker über die angewandten Mechanismen nur müde die Achseln zucken.
Mich jedoch - hat dieser Film gepackt! Und das obwohl (oder weil) ich nach den ersten 10 Minuten am liebsten gegangen wäre.

Mensch, kiek ma'...

Alles Gute dem lieben Stephan Schmauder zum 40. Geburtstag!!!

Ich hoffe, wir werden auch weiterhin viel miteinander erleben, und auf das nächste Jahrvierzig!!

Und nun heißt es wieder bald...

"Bada m'r drin oder saufa mer' s aus...?!"










Monday, September 25, 2006

Hurra, wir fahr' n zum Baden

Es war ausgemacht: sollte das Wetter am Sonntag immer noch so schön sein wie in den Tagen davor, fahren wir zum Baden. Eigentlich war der Schlachtensee angepeilt gewesen. Da der Ausgangspunkt jedoch Friedrichshain war, der Weg deswegen zu weit erschien und wir dort ohnehin schon oft genug gewesen sind, disponierten wir kurzfristig auf Müggelsee um. Geht doch ganz schnell, mit der S-Bahn nach Friedrichshagen...
Ja von wegen. Schienenersatzverkehr. Wir brachten es auf vier Mal umsteigen, zum Glück mussten wir jedoch kaum länger warten. Und kamen durch Gegenden, die wir noch nie zuvor gesehen hatten. In der eigenen Stadt, wohlgemerkt...

Aber all die Strapazen haben sich gelohnt. Die Straßenbahn spuckte uns direkt vor dem Strandbad Müggelsee aus. Ein schönes, kostenfrei zugängliches Bad, das wohl nur aus dem Grund, da keine Aufsichtspersonen anwesend sind, auch Ende September noch offen hat. Eine angenehme Anlage: kostenlos, aber riesengroß und mit allen Annehmlichkeiten: WC, bei Bedarf Duschen, es ist angenehm gepflegt. Sommer, Sonne, Sozialismus...

Wir ließen es uns einige Stunden lang gutgehen. Sonne, Temperaturen über 25°C. Ins Wasser bin ich auch; es war kühl, ging aber noch. Und als ich nach ner halben Stunde wieder rauskam, trocknete mich die Sonne zügig. Wir schauten noch der Sonne zu, wie sie sich über den Horizont schob. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

Um den Schienenersatzverkehr zu umgehen, hatten wir uns eine alternative Route herausgesucht. Drei Straßenbahnen sollten uns von Friedrichshagen nach Friedrichshain bringen; Umsteigen an den Stationen Bahnhofstraße/Lindenstraße und Wilhelminenhofstraße/ Edisonstraße. Mit uns völlig unbekannten Straßenbahnlinien durch Ost-Berlin zu tingeln... Wir kamen uns vor wie in einer völlig fremden Stadt. Unwirtlich vor allem die Gegend um die zweite Umstiegsstation, im Bezirk Schöneweide. Düster, enge Straßen, auch am Sonntag Abend viel Verkehr. Dazu liegt die Haltestelle in abschüssiger Lage, und die Autos gaben jeweils nochmals voll Gas, um über die etwas weiter vorne stehende Ampel zu kommen. Immerhin 18 Minuten durften wir dort warten...

Aber das Strandbad Müggelsee hat' s rausgerissen, und die Begleitumstände als "Erlebnis" empfinden lassen...

Im Rausch der Geschwindigkeit

Mal wieder viel zu spät dran. Spontan entscheide ich mich, heute mal so richtig einen Gang höher einzulegen und zu schauen, ob die knapp 20 Minuten, die ich sonst mit dem Rad ins Archiv brauche, nicht kräftig zu unterbieten sind. 5 nach 10 schaue ich am Mariannenplatz auf die Uhr.
Vollgas. Mensch, ist die erste Ampel (Heinrichplatz) lange rot. Ich brause von ganz hinten auf sie zu, und sie bleibt rot, bis ich vorne bin. Mit dem Fußgänger-Signal fahre ich rüber. Gleich die nächste Ampel. Mariannenstraße Ecke Skalitzer. Eine konfliktträchtige Kreuzung, denn die meisten Autofahrer, die dann auch grün haben, wollen rechts abbiegen, während ich weiter gerade aus. Wieder benutze ich das Fußgänger-Grün, das einige Sekunden früher erscheint, für mich.
Die Mariannenstraße brettere ich auf dem Gehweg entlang, Gehwegplatten statt Kopfsteinpflaster. Weiter Vollgas. Großkreuzung zum Kottbusser Damm. Wieder reklamiere ich das erste Fußgänger-Grün, das zu erblicken ist, für mich. Bretter, bretter, bretter am Kanal entlang. Die Ampel Ecke Dieffenbachstraße ist rot, aber nachdem die zwei Autos durch sind, nehm ich sie im Sturm. Und erreiche so noch das späte Grün der Ampel Urbanstraße. Aber nur, weil ich weiter mit Tempo, Tempo, Tempo unterwegs bin. Erst 10 nach 10, unschlagbare Rekordzeit bis hierher!
Die Ampel am Südstern ist grün. Aber die Autos, die nach rechts abbiegen wollen, stehen schon länger, da zwei Schleicher-Radfahrer die Ampel passieren. Ich überhole die rechts, ein Auto muss wegen mir bremsen und hupt. "Was willst du denn von mir?", pöbele ich im Weiterfahren zurück. Oh ja, ich bin wieder voll in Berlin angekommen. Ich hatte zwar noch grün, aber ganz Unrecht hatte er nicht...
Genau um 10.15 schließe ich mein Rad hier an. 12-13 Minuten statt 17-19 hab ich heute gebraucht, Rekordzeit. Nun erstmal wieder zur Ruhe kommen...

Saturday, September 23, 2006

Das Ergebnis aus Stralau (SA, 23.9.2006)

Haarsträubende Szenen auf Stralau. Die Uhr über der Platzwart-Kajüte zeigt 15:32 Uhr. Es herrscht bestes Spätsommer-Wetter. Die Karl-May-Gedächtnis-Arena ist frei. Auch ein Ball ist vorhanden. Dennoch verlassen alle gekommenen Tractoristi das Anwesen und machen sich auf zum Stadion an der Persiusstraße.
Was war passiert? Bombendrohung auf die K-M-G-A nach dem erschütternden Coming-Out von C.I. Norbertinus? Ließ der Platzwart die Hunde los? Angriff der Stralauer Bürgerwehr?
Nein, es waren lediglich 4 (vier!) Tractoristi aufgelaufen. Und nach einer kurzen Trainingseinlage (glücklicherweise war das Kamerateam heute nicht anwesend - die Damen und Herren versemmelten einfachste Pässe!) machten sich die Heldinnen und Helden auf, sich neue Freunde zu suchen.
Und tatsächlich konnten im Stadion an der Persiusstraße einige Hobby-Fußballer aufgefunden werden, die die Tractoristi mitspielen ließen. Eine demütigende Situation, einmal nicht selbst bestimmen zu können, wer NICHT mitspielt, sondern vielmehr auf das Wohlwollen Fremder angewiesen zu sein... Aber es ging gut, und schließlich spielten Philipp S., Steffen, Martin Wiener und Andreas K. + ein Stralauer E-Jugendlicher in Weiß gegen eine Auswahl aus drei Stralauer U 21-Kickern sowie zwei weiteren E-Jugendlichen.
Das Dilemma der Tractoristi hielt an. Schnell stand es 0:2, dann 1:8. Beim Stand von 5:12 wollte Philipp S. das Spiel abbrechen und nach Hause gehen. Seine Wohnung sei nicht so kalt, als dass er sich unbedingt draußen aufhalten müsse, schimpfte er. Und Steffen empfahl er wiederholt Trainingseinheiten "vor dem Garagentor", um die Ballkontrolle zu verbessern. Es konnte aber auch verrückt machen, wie jeder Schuss der Gegner ein Treffer war. Und wie deutlich die eigene Unfähigkeit zelebriert wurde.
Nach dem Donnerwetter von S. berappelten sich unsere Heldinnen und Helden allerdings langsam. Und begriffen mehr und mehr, dass das gegnerische Team zwar aus hervorragenden Torschützen bestand, in der Abwehr aber mehr als nachlässig agierte und vergleichsweise leicht auszuspielen war. Nun drehten sie auf, schossen Tore um die Wette, und auch das "Golden Goal" gehörte ihnen, so dass das wirklich desolat begonnene Spiel versönlich endete.
Torschützen: Martin Wiener (3), Steffen (2), Phillip S. (5), E-Jugendlicher-Weiß(3), Andreas K. (4)

Friday, September 22, 2006

Jetzetle...

Fröschle, Siegle, Kienle, Raichle, Schaible, Scheiffele, Mahle, Eberle, Österle... Man sollte meinen, das sind alles Klischee-Namen. Aber die Leute in Stuttgart und Umgebung heißen wirklich so, ich hab' s bei meinem Besuch diesmal beobachten können. Oftmals übrigens Kleinunternehmer, wenn man sie einer bestimmten Schicht zuordnen wollte.
Zwei besondere Highlights: HONDA Stierle in Stuttgart. Und Charles Vögele in Reichenbach a. d. Fils...

Thursday, September 21, 2006

Peter oder Sven

Peter oder Sven (er stellt sich mal mit diesem, mal mit jenem Namen vor) kenne ich von Konzerten und schätze ihn als einerseits schrägen, gleichzeitig aber auch fitten Typen. Eben traf ich ihn um 10.00 Uhr auf dem Weg zur Arbeit...

PoS: (...) ja, mit Konzerten ist bei mir zuletzt nicht mehr so viel. Ich mach jetzt nen 1-Euro-Job.
(Er trägt eine weiße Hose mit dünnen Streifen, die ich zunächst für Maler-Flecken hielt)

A: Ja, ich auch. Aber meiner ist ganz okay.
PoS: Meiner auch. Ich soll Spenden sammeln. Ich geh morgens hin, trag mich ein, und um 3 geh ich wieder hin und trag mich aus, das ist es.
Du, jetzt muss ich aber wieder! (Deutet an, dass es nun höchste Zeit ist, sich wieder auf' s Ohr zu legen)

Tuesday, September 19, 2006

Das Ergebnis aus Degerloch (SA, 16.9.2006)

1:1 endete das Spiel der Stuttgarter Kickers gegen den 1. FC Saarbrücken. Kickers (19 Punkte) bleiben damit Tabellenführer vor Wehen (16).
Schön war' s, nach ewigen Jahren mal wieder im Kickers-Stadion unter'm Fernsehturm zu sein, und mitzukriegen, dass es immer noch schön gemütlich ist. Direkt am Spielfeld dran, immer noch wird das "Kickers-Lied" gespielt (inzwischen jedoch gefolgt von "Football' s coming home"), und überhaupt, das nett-gemütliche Gefühl eines Nebenschauplatzes des Weltgeschehens...
Etwas über 4000 Zuschauer waren da, die Fans aus Saarbrücken deutlich fitter und stimmgewaltiger als die der Kickers (auch das genau wie früher...). Spielbestimmend die Kickers, aber besser, sicherer und gefährlicher am Ball eigentlich Saarbrücken, so dass das Ergebnis schon okay geht. Nach der spektakulären 1:0-Führung durch einen Torwartfehler versuchten einige Saarbrücker Fans, zum Fanblock der Kickers vorzudringen, und auch in der Halbzeit gab es einige Rangeleien mit der Polizei. Ausgehend von den Saarbrückern, natürlich. Bei den Kickers regiert weiterhin die schwäbische "Wohlanständigkeit".
Im ganzen, wie schon gesagt, gemütlich, gemütlich. So ließ es auch der Fanartikel-Stand angehen, der einfach mal geschlossen blieb. So dass kein Souvenir mit nach Berlin reisen konnte...
Mehr über das Spiel nachzulesen unter:
www.kickers-forum.de

Monday, September 18, 2006

Zurück in Berlin

Mittagessen im Archiv. Oh Mann, nun steht mir wieder dieser blöde Fraß bevor. Kantine? Papp-Pizza? Oder Haloumi, der nicht satt macht?
Eine Woche Stuttgart, eine Woche Schlemmer-Essen. Kässpätzle, geröstete Maultaschen, leckeren Salat, Souvlaki. Dazu immer eingeladen gewesen. Und nun wieder das... Die degenerierte Kost einer degenerierten Stadt.
Überhaupt fällt' s mir diesmal schwer, hierher zurück zu kommen. Die schöne Natur musste ich zurück lassen, und das in meiner Lieblings-Jahreszeit. Und hier muss ich mich nun erst wieder an das Angebäffe im Straßenverkehr gewöhnen. Es fällt schwer...

Saturday, September 16, 2006

Weltmeisterlich beraten...

Was hat man sich nicht alles für Gedanken gemacht, während und nach der Fußball-Weltmeisterschaft. Um einen Weg zu finden, wie mit diesem Spektakel am besten zurecht zu kommen.


Auf einmal stand er vor mir, der verblüffend simple Vorschlag von Till B. aus R., meinem Klassenkameraden aus der Grundschule...

Saturday, September 09, 2006

Stuttgarter Kickers

Eigentlich finde ich ja den DFB-Pokal verdammt langweilig. Es ist ja schön für die ganzen Amateur-Vereine, dass auch sie ein Mal im Jahr eine Attraktion haben und mal gegen eine größere Mannschaft spielen dürfen. Aber es kann doch nicht ernsthaft erwartet werden, dass das jeden interessiert! Also immer großes Aufstöhnen meinerseits, wenn statt Bundesliga DFB-Pokal angesagt ist (schlimmer find ich nur Länderspiele).
Diesmal habe ich aber doch mit einem Auge auf ein Ergebnis geschielt. Stuttgarter Kickers gegen Hamburger SV! Scheiße, dachte ich, da damit gerechnet werden musste, dass das Spiel für die Kickers in die Hosen geht. Eigentlich ist es mir verdammt egal, ob sie eine Runde weiter kommen oder nicht. Aber die Mannschaft ist bravourös in die Regionalliga-Saison gestarten, hat in 6 Spielen 4 Mal gewonnen und noch nicht verloren. Platz 1 - und so soll es natürlich auch bleiben! Aber eine Niederlage gegen den HSV - kann das nicht den Nimbus brechen, die gute Fahrt ins Stocken bringen?
Und überhaupt muss natürlich an die besondere Brisanz dieser Begegnung erinnert werden! Was für ein Spiel! Diese Paarung gab' s nämlich schon im DFB-Pokal, im Finale(!) 1987 in Berlin. Die Kickers (damals 2. Liga) waren in Führung gegangen, lange stand es 1:1, ehe Manni Kaltz kurz vor Ende doch noch einen Treffer für den HSV erzielte...
Sehr traurig, war das damals, dafür stieg die Mannschaft, die sich im DFB-Pokal offenbar gestärkt hatte, im Jahr darauf als unangefochtener Spitzenreiter in die 1. Bundesliga auf.
Jedenfalls: Brisanz lag in der Luft, bereits vor dem Spiel.
Dann aber auch während des Spieles! Hin und Her ging es, ehe die Kickers tatsächlich mit 4:3 n.V. als Sieger den Platz verließen! Tusch!
Und beim nächsten Heimspiel gegen Saarbrücken (SA, 16.9.) - werd ich sogar persönlich mit dabei sein...

Das Ergebnis aus Stralau (SA, 9. September 2006)

Samstag Nachmittag, 15.15 Uhr auf Stralau. Da standen sie da, sieben Heldinnen und Helden von Tractor Stralau. Vor einer freien Karl-May-Gedächtnis-Arena, bei bestem Fußball-Wetter. Aber irgendetwas fehlte doch. Keine(r) der Kolleginnen und Kollegen hatte an einen Ball gedacht... Stephan S. kramte bereits das Notfall-Telefon heraus, um Hilfe herbei zu telefonieren. Als gerade Tommy und Steffen "Iron Maiden" um die Ecke kamen, und nach einigen bangen Momenten klar wurde, dass sich in der Tüte, die Steffen mit sich führte, tatsächlich sein eiserner Ball befand...
So konnte gespielt werden, schließlich sogar mit elf SpielerInnen, und zwar in folgenden Konstellationen:

Team Weiß: Philipp S., Jens "Kamerakind" G. (2 Tore - 2 Assists), Tommy, Stephan S.(2 - 0), Stephan the Other (zahlreich - ?)
Team Bunt: Steffen Iron Maiden, Ralf o.S., Matthias, Katharina, Thies S. History, Andreas K. (2 - 2)

Dieses schnell abgebrochene Spiel endete mit 5:0... so dass schnell getauscht wurde, Jens "Kamerakind" G. und Steffen Iron Maiden wechselten die Seiten, und gleich wurde es schon spannender! Es wurde wieder bei 0:0 angefangen, und nach einigem Hin und Her stand es schließlich 10:9 für Team Weiß. Auch das "Golden Goal" wurde von dieser Truppe erzielt, allerdings mit etwas Nachhilfe des Torwarts, ganz ähnlich wie beim heutigen St. Pauli-Spiel...
Insgesamt ein sicher nicht technisch berauschender, dafür umso umterhaltender Nachmittag, der sein fußballerisches Ende um kurz nach 18.00 Uhr fand.
Danach deckte sich eine Abordnung der Stralauer SpielerInnen noch auf den umliegenden Wiesen mit Äpfeln und Pflaumen ein. Die nächste Obstschlacht auf der Oberbaumbrücke kommt bestimmt...

Friday, September 08, 2006

Videoüberwachung

Ab sofort gibt es auch Videos von den Stralauer Spieltagen im Internet nach zu verfolgen!!

Unter der Adresse: My Space Stanley gibt' s ein Tor zu sehen, von dort aus kann fortan auf weitere Spielszenen zugegriffen werden!
Schöne neue Welt!

Tuesday, September 05, 2006

Neues (?) aus der Wrangelstraße (Teil 4)

Heute um neune

Klopft’ s an die Scheune

Nanu, Besuch so früh am Tage?


Es war Herr Krause

Vom Nachbarhause

Der sagt, Verzeih’nSe, wenn ich frage:


Ich hab doch niemand bei mir

Nachbarn sind alle dumm

Hollarie, hollarie, hollaro


Drum möchte ich Sie bitten

Dreh’ns den Geldbeutel um

Hollarie, hollarie, hollaro


Ich hab die Rente nicht

Bekommen, so ne Gicht

Nun brauch ich Ihre Hilfe, ja, sonst leb ich nicht


Mein schwäb'scher alter Nachbar

Steht draußen vor der Tür

Hollarie, hollarie, hollaro


Er will nicht rote Rosen

Er will nur meinen Mohn

Hollarie, hollarie, hollaro


Und was ein Bösewicht

Er int’ressiert sich nicht

Er will nur haben Kohle von mir Wicht, Wicht, Wicht!


Mein schwäb'scher alter Nachbar

Steht draußen vor der Tür

Hollarie, hollarie, hollaro!

Monday, September 04, 2006

Unterwegs in Berlin

Sonntag, 3.9., Mittagszeit. Brötchen-holen beim ehemaligen Lecker-Bäcker in der Simon-Dach-Straße. Einer skandinavischen Familie weise ich den Weg zur Rigaer Straße. Kurz danach kommt mir ein Gothic-Typ entgegen, der einen schwarzen Pullover mit dem Aufdruck "Siebenbürgen" trägt. Ist das eine Band? Ich denk an Sandro, und wie wir uns gemeinsam bepissen würden vor Lachen...

Nachmittag, Spaziertour Richtung Lichtenberg-Südland, diese niedliche, wirklich schöne Gegend um die Pfarrstraße herum. Am Traveplatz kommt uns ein Punk entgegen. Stumpfer Blick, kann kaum noch laufen, und balanciert einen mittelgroßen Casi um seinen Kopf herum. Böhse Onkelz-T-Shirt und ich meine, es ist auch diese Scheiß-Band, die aus den Boxen dröhnt...

Über den versteckt-heimlichen Wiesenweg nach Lichtenberg, Pfarrstraße, wo früher auch einige Häuser besetzt gewesen waren, das ist aber schon länger her. Auch wenn' s kurz davor ist, zu regnen, genießen wir diese Gegend. Schnuckeliger Kiez! Allerdings dachte man das von Weissensee zunächst auch, ehe dann dort ansässige Fascho-Motorrad-Rocker auftraten und mit Kriegsgerät auf kleine Punks losgingen... Mit Interesse bewundern wir jedoch, dass hier nur Grünen- und PDS-Wahlplakate hängen, und nichtmal zerstört, übermalt oder sonstwas.

Lichtenberg, wie es einem oft geschildert wird, dann jedoch jenseits der S-Bahn-Haltestelle "Nöldnerplatz". Dort hängende Plakate der Initiative "Hol dir den Kiez zurück - Lichtenberg gegen rechts" und der Initiative "Schöner leben ohne Nazi-Läden" mit dem "Good night white pride"-Logo... übersprüht.

Saturday, September 02, 2006

Das Ergebnis aus Stralau (SA, 2.9.2006)

Endlich wieder Karl-May-Arena, endlich wieder gutes Wetter! Dazu stabilisiert sich auch wieder die Zahl der anwesenden Stammspieler... Sonnenschein und Temperaturen um 23°C bereiteten 13 Tractoristi einen angenehmen Fußball-Nachmittag, die in folgenden Konstellationen gegeneinander antraten...

Team Weiß: Philipp S., Jens G. (1 Tor – 1 assist), Ronald genannt Der Torwart, Matthias, N.N., Tommy S. (zahlreich – zahlreich), Moritz E. (z. – z.)

Team Bunt: Ralf miSo (z. – z.), Ralf O.S., Stephan S. (0-1), Hendrik (z. – z.), Andreas K. (1-2), N.N. Gelb

Ein relativ torarmes, dafür aber technisch und zumindest von Team Bunt auch taktisch recht gut aufgezogenes Spiel. Team Bunt störte früh und brachte seine Gegner in Überzahl dadurch ein ums andere Mal in Bedrängnis. Folgerichtig gewann diese Truppe mit 9:6. Ende der Veranstaltung war 17:30 Uhr.

(Die auffälligsten Spieler sind der neu eingeführten Tor – Assist-Wertung zu entnehmen)