Monday, January 02, 2023

Solar-Post-Schiff von Spandau zum Westhafen

Tuesday, December 15, 2020

Sonnenaufgang heute

Thursday, December 10, 2020

"Ein bisschen RUHE braucht jeder!"

Es ist nicht gerade der lauschigste Fleck: der vordere Außen-bereich von Violettas Imbiss im Westhafen. Auf der Straße, die direkt am Imbiss entlangführt, donnern die LKWs des Kieswerkes oder der Müllabfuhr, die offenbar auf dem Gelände einen Teil ihres Fuhrparks hat, vorbei. Dazu kommen auch immer wieder Bagger, Kräne und andere Fahrzeuge der "Behala" vorbei. Umso ironischer der Anblick dieses LKWs mit PASSENDER! Beschriftung direkt gegenüber... 

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Tuesday, March 19, 2019

Geheime Akten verklappen

Lang war hier nicht von der Arbeitswelt die Rede gewesen. Womöglich aus dem Gedanken heraus, angekommen, nicht mehr nur Beobachter zu sein; wissend, dass es irgendwann, in nicht allzu langer Zeit, zu Ende sein wird, zu Ende sein muss, weil es einfach zu sehr dem eigenen Lebensgefühl entgegen steht. Wie es bei Edeka und später auch bei „Spandau“ war. Dazu will ich die Leute, mit denen ich dauerhaft zu tun habe, nicht ins Internet stellen. Allein aus der Sorge heraus, sie könnten sich doch mal entdecken.
Inzwischen bin ich aber im selben Unternehmen in anderer Mission tätig und ich blicke auf die mir seit rund zweieinhalb Jahre bekannten Kolleginnen und Kollegen sowie die Räumlichkeiten aus anderer Perspektive. Meine bisher engsten Kolleginnen sind weg, dafür lerne ich vier andere, die ich die Zeit über eher aus der Distanz gesehen habe, intensiver kennen. (Eigentlich sind es nur drei, weil einer bald in Rente geht und kaum noch da ist.) Dieser neue Blick scheint es mir lohnenswert zu machen, den Faden aufzunehmen, den ich vor rund zwei Jahren niedergelegt habe.
Gestern geilen Trash über meine angebliche Arbeit gehört. Ein Bekannter hat ein bisschen was durcheinander gebracht und meinte, ich würde geheime Akten verklappen.

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Annäherung

Der Wunsch, das Gebälk, das entstand, möglichst behutsam, originalgetreu widerzugeben.
Und das von einem, der sonst Probleme gern eingrenzen, reduzieren will, um sie klein, um sie überschaubar zu halten, und sie dadurch leichter lösen zu können. Zunehmend ahnend, dass er den Phänomenen damit nicht gerecht wird. Weil er sie ja kleiner macht, als sie eigentlich sind.
Kollege D. setzt auch auf einfach. Schlicht. Ordentlich, aufgeräumt. Läuft gern. Oft seinen 8 km langen Heimweg. Hat einen Garten, mit Nachbarn und den Resten seiner Familie. Mit acht Jahren ins Heim gekommen, Vater Fabrikarbeiter, Mutter abgehauen. Hat sich gut gehalten; es überrascht, dass er weniger als zehn Jahre bis zur Rente hat. Alleinstehend. Nicht wirklich glücklich damit, aber offenbar darauf eingerichtet, dass sich nicht mehr viel ändert. Teils etwas brummelig, aber im Ganzen sehr umgänglich und nett.
Kollege D II. (weil, es ist in der internen Hierarchie sehr wichtig, wer am längsten da ist) reduziert auch gern. Aber er tut das, um gehört zu werden. Er verschlichtet seine Aussagen, obwohl er fraglos in der Lage ist, komplexe Dinge zu erkennen. Er vereinfacht sie soweit, dass es streckenweise richtiger Müll ist, den er raus lässt. Stichworte: Frauenrechte. CDU-Wähler. „Hillary“ sei auch nicht besser als Trump (im Wahlkampf vor zwei Jahren). Und das am frühen Morgen. Bisher habe ich noch keine Strategie, wie damit umzugehen.
Etwa Mitte 30, bis vor kurzem noch bei den Eltern lebend. Im Durchgangszimmer zum Balkon. Hat es gern ordentlich, geregelt. Änderungen machen Sorge, und generell scheint er Angst zu haben, Fehler zu machen. In diesem Punkt verschlichtet er nicht; er überzeichnet, dramatisiert Probleme oder drohende Gefahren vielmehr. Was wiederum für mich, als relativer Neuling im Arbeitsgebiet und sonst wie gesagt bestrebt, Probleme überschaubar zu halten, zunächst den Umgang erschwerte.
Er zeichnet ziemlich genial kleine Figuren und Tiere und scheint auch trotz seiner manchmal spröden Art ein letztendlich herzlicher und auch durchaus reflektierter Mensch zu sein.   

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Saturday, September 22, 2018

Byebye du schöner endloser Sommer

Byebye du viel zu trockener, aber schöner endloser Sommer, in dem Sonne und Wärme gefühlt übiquitär vorhanden waren... 
Byebye auch du schönes Prinzenbad, ab jetzt muss es leider wieder in die Halle gehen...
Ein erstes Sommer-Fazit sieht 10 mal Prinzenbad, 3 mal Krumme Lanke, 2 mal Bötzsee und unzählige Male Plötzensee (die Cote d Azur der kleinen Leute) auf dem Zettel.
Für den Bahnen-Schwimmer im Prinzenbad war dieses Jahr genial, dass konstant bei jedem Wetter vier Bahnen abgetrennt waren. Gemischte Gefühle hinterlässt hingegen, dass es gefühlt zu einem nahezu reinen Intellektuellen-Bad geworden ist und die migrantisch geprägte Bevölkerung aus der direkten Umgebung - insbesondere die sonst in Freibädern vertretenen Kids - kaum noch anzutreffen war. Das Bad hat keine Sprungtürme, und der reguläre Eintrittspreis von 5,50 € ist recht happig. Beides sind aber keine neuen Entwicklungen, so dass es sich mir noch nicht recht erschließt, warum ausgerechnet dieses Jahr so ein starker Bruch festzustellen war.

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Wednesday, October 18, 2017

Die Zeitung von vorgestern


Gestern in der Zeitungsabteilung der StaBi Berlin rumliegen gesehen: Stuttgarter Nachrichten von 1983, wie ich sie noch kenne, oder: "Nichts ist so langweilig wie die Zeitung von gestern, nichts ist so interessant wie die Zeitung von vorgestern".


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Sunday, October 08, 2017

Erntewoche

Montag freigenommen. Dienstag Feiertag. Mittwoch Betriebsausflug. Eine angenehme Arbeitswoche. Ab Donnerstag wurde dann der von mir gewünschte Arbeitsplatzumzug durchgeführt. Weg aus der Ecke ohne Tageslicht und Lüftungsmöglichkeit, hin direkt ans Fenster. Ich hatte mir lediglich eine Verbesserung davon versprochen; das Gefühl, nun dort tatsächlich zu sitzen, ist aber mehr als das, nämlich umwerfend. So einen Blick hatte ich noch nie an einem Arbeitsplatz, und nichtmal zuhause. Ein ganz anderes Lebensgefühl.
Nun rächt es sich allerdings, dass ich vor Wochen - begierig nach Abwechslung - den Wunsch geäußert hatte, zwei Tage die Woche in der "Zentrale" zu arbeiten, und mir dieser auch prompt genehmigt wurde. Statt Königsplatz nun zwei Tage im dunklen und unkomfortablen Magazin in Dahlem. Künstlerpech. Aber vielleicht auch nicht auf alle Zeiten.
Donnerstag "Xavier", der zunächst nicht allzu schlimm klang (Windstärken um 100 km/h), es aber wirklich in sich hatte. Eher durch Zufall - weil es morgens recht stark geregnet hatte - war ich an jenem Tag nicht mit dem Rad unterwegs. Anfahrt statt 35 Minuten eine Stunde zehn mit Schienenersatzverkehr. Rückfahrt im Sturm ebenfalls eine Stunde zehn, diesmal aber dankbar dafür, dass immerhin die U-Bahnen tapfer und häufig fuhren. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, die 8,5 km ganz laufen zu müssen. Eine Kollegin hatte weniger Glück und lief mitten im Sturm 7 km durch den Wald nach Nikolassee. Zum Glück ohne Blessuren.
Das sind vielleicht die letzten Bilder in minderer Qualität auf diesem Blog. Am Wochenende nun auch auf Smartphone umgestiegen, es war an der Zeit. Wird aber noch ein bisschen dauern, bis ich dazu fähig sein werde, es voll zu nutzen. Leider verschwanden mit dem Umstieg auch diverse Kontakte.
A propos Blog: Teil des Erkenntnisgewinns dieser Woche war, dass "Blogspot" nur ein begrenztes Angebot Repertoire bereitstellt. Es ist hier nicht möglich, Audio-Dateien oder PDFs zu hinterlegen. Das mit den PDFs ist insofern schade, dass ich somit den vor wenigen Tagen fertiggestellten Text über den "Doppelmord in Geberting 1919", zu dem ich in Bayern recherchiert hatte, hier nicht veröffentlichen kann. Sende ich euch den 11-seitigen Text auf Anfrage gern per mail zu.
Wenn ich mich dann nochmal an den Montag erinnere, mit "meiner" Radiosendung, die allem Anschein nach auch sehr gut angenommen wurde... blicke ich mit Dank und Freude auf die vergangene Woche zurück.

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Wednesday, June 14, 2017

Minds & Machines

Alles ist anders in diesen Tagen im Westhafen. Im Westhafen Event & Convention Center, das sich in einem der alten Gebäude des Hafens befindet, dessen Werbetext hochtrabend klingt ("Gäste können (...) bequem und eindrucksvoll auf dem Wasserweg (...) befördert werden. Ein neues Erlebnis für den routinierten Tagungsteilnehmer in Berlin."), das aber wohl wirklich ein edler, stilvoller Ort sein kann, findet die Minds and Machines 2017-Veranstaltung statt. Im ganzen Hafenbereich sind die Flaggen umgehängt, überall sieht man Security-Leute stehen und herumlaufen. Der Weg am Wasser entlang ist abgesperrt. "Unsere" Frau B., die immer mit dem Auto kommt, wurde nach eigener Aussage sogar von einer Drohne verfolgt.
Bei all dem Sicherheits-Aufstand vermutete ich zunächst, es würde sicher auch Polit-Prominenz bei dieser Veranstaltung zugegen sein. Vor einigen Monaten war mal Verkehrsminister Dobrindt bei einer Veranstaltung vor Ort gewesen; das Park-Schild hing noch länger - als stolze Trophäe? - am Parkplatz. Von Polit-Prominenz ist diesmal aber nicht die Rede, es handelt sich um eine Veranstaltung des Konzerns General Electric, Wikipedia zufolge die sechswertvollste Marke der Welt. Und auch der weltweite Vorstandsvorsitzende sei vor Ort. Interessant.
Wichtiger für die Anlieger, deren Murren immer lauter wird (war es Protest, dass ausgerechnet heute zwei Matrosen, die ihr Schiff putzten, so laut RAZZIA und SEX PISTOLS laufen ließen, dass ich bis hoch in den fünften Stock die vertrauten Klänge hörte?), aber, dass die Veranstaltung nur noch heute läuft. Und ab morgen wieder rückgebaut wird.

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Wednesday, May 10, 2017

Unsicherer Hafen

Von wegen "sicherer Hafen" - meiner Kollegin wurde neulich das Fahrrad vom U-Bahnhof geklaut. Sie hatte sich etwas leichtsinnig angestellt, das Rad sah vergleichsweise sehr gut aus, war nur mit einem dünnen Schloss gesichert und sie hat es über das verlängerte Wochenende stehen lassen. Dazu scheint sie einfach jemand zu sein, die gern Pech hat... Dennoch, das verunsichert.
Aber nichtmal das Gebäude selbst ist sicher. Gestern Abend fehlten auf einmal meine Kleider, die ich immer ganz oben zum Auslüften hinhing. Ich dachte, ich bin besonders rücksichtsvoll, da stört der Schweißgeruch bestimmt niemanden. Aber wie man's macht, macht man's falsch. Zum Glück kam grad ein Wachmann vorbei, der mich aufklären konnte. Die Kleider hätte irgendein wichtiger Mann an sich genommen und ein Mords-Theater gemacht, weil ich die Bügel an irgendwelche sich bei Brand selbst öffnenden Gerätschaften angebracht habe. Au weia, bei sowas kennen sie im öffentlichen Dienst natürlich keinen Spaß... Werde sie mir nun gleich abholen. Die Kleider wie die "Schimpfe"...  ;-)

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Linienstraße

Mindestens zweimal täglich, zumindest werktäglich, habe ich das Bedürfnis, denjenigen zu danken, die die Idee hatten und sie schließlich durchgesetzt haben: die Linienstraße zur Fahrradstraße zu machen! Bringt mich diese doch weitgehend stressfrei quer durch die City Ost, durch die mich mein täglicher Weg zur Arbeit führt.

Das erste Stück hin zur Linienstraße nahe der Kreuzung Torstraße/Prenzlauer Allee führt entlang der viel befahrenen Mollstraße, sicher nicht übermäßig schön. Aber immerhin auf abgetrenntem Radweg, der an den meisten Stellen sogar recht breit ist, so dass das schon geht. Das Problem sind eher die in Berlin häufigen „Winde aus westlichen Richtungen“, die sich in dieser breiten Straße - mit zwei mal drei Spuren plus Bus-Spur - besonders gut entfalten können und denen ich dann entgegen fahren muss.

Nach Überquerung der o.g. Kreuzung dann aber rein in die Linienstraße, wo es meist sofort ruhig ist. Keine Autos unterwegs, meist sogar nur wenige andere Fahrräder. Dazu ein vor zwei Jahren neu geteerter Asphalt-Belag.
Ideal. Die Linienstraße führt nun knapp zwei Kilometer lang parallel zur Torstraße bis zur Friedrichstraße. Architektonisch eine abwechs-lungsreiche und durchaus sehenswerte Straße. Es stehen nebeneinander alte Häuser aus dem Scheunenviertel des mittleren 19. Jahrhunderts, Mietskasernen aus der Zeit um 1900, halbhohe Plattenbauten aus der DDR-Zeit und, naja, Neubauten aus unserer Zeit. (Ist es Kopfschütteln oder schon Brechreiz, das sie bei mir auslösen?). Interessant und für mich überraschend ist, dass es in Mitte doch immer wieder noch alte, offenbar unsanierte Häuser im klassischen verwitterten DDR-braun-grau zu sehen gibt. Die Linienstraße führt über mehrere breitere Querstraßen, die jedoch meist wenig befahren sind. Einzig an der Rosenthaler Straße, über die auch eine Straßenbahnlinie führt, steht man manchmal etwas.
Das Ende an der Oranienburger-/Friedrichstraße ist insofern etwas ärgerlich, da dort die eigentlich einzige Schwachstelle meiner ansonsten wirklich gut zu fahrenden Strecke  beginnt. Wie kommt man legal von der Linienstraße in die Hannoversche Straße, in der es für mich weitergeht? Ich habe noch keine wirkliche Lösung gefunden und behelfe mir so lange mit pragmatischen Querquerungen der um die Zeit zum Glück meist wenig befahrenen oberen (um nicht zu sagen: höchsten) Friedrichstraße.
Die Hannoversche Straße hat keinen separaten Radweg, ist aber insofern okay, da sie meist nicht besonders stark befahren ist. Und ich verlasse sie auch schon nach wenigen hundert Metern wieder. Und zwar nach links, also in westliche Richtung zum Robert-Koch-Platz. Dort beginnt ein besonders schönes Stück, und zwar ein Schleichweg durch das dortige Charite-Gelände. Ich hätte mich nie getraut, dort auf eigene Faust durch zu fahren; hätte auch nicht erwartet, dass man da überhaupt durch kann. Die wundervolle Website bbbike hat mir diesen Weg jedoch offiziell empfohlen. Er endet schließlich an der Invalidenstraße, kurz vor dem Hauptbahnhof. Dort steht man auch meist an der Ampel, was aber nicht schlimm ist, da es nicht allzu lang dauert, und mein Weg führt mich nach der Ampel in nordwestliche Richtung. An dieser Stelle stand bis 1990 der Grenzübergang Invalidenstraße, bei Wikipedia gibt es auch eine interessante Ansicht davon mit Blick von West- nach Ost-Berlin. Der heutige Fahrradweg dürfte wenig hinter der abgebildeten Treppe verlaufen.

Wenn die ersten etwa 200 Meter überstanden sind, die aus wirklich brutal zu nennendem Kopfsteinpflaster bestehen, beginnt ein weiteres sehr angenehmes Stück Wegesstrecke; übrigens bis kurz vor dem Nordhafen alles Teil des Berliner Mauerwegs. Zum Westhafen geht es fortan nur noch am Wasser entlang, dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, und fortan – bis auf eine ganz kurze Ausnahme - auch nur noch über perfekte Asphaltstraße. Unter anderem über den Invalidenfriedhof; dass das ein offizieller Radweg ist, hatte mir ebenfalls bbbike verraten. Gegenüber wird derzeit gebaut, hier gibt es teils interessante Hintergründe, teils schauerliche Visionen. War dieses riesige Gelände, das auf der West-Seite des Mauerstreifens lag, zuvor wirklich komplett Brach-Gelände gewesen, bis 25 Jahre nach dem Mauerfall, in dieser zentralen Lage? Fast nicht zu glauben. Es gehörte einst zum Hamburger Bahnhof, war der Bereich für Güterverkehr. Während der Personenverkehr auf dem Hamburger Bahnhof bereits 1884 zugunsten des Lehrter Bahnhofs aufgegeben wurde, wurde der Güterverkehr bis Ende der 1980er Jahre aufrecht erhalten. Der „Nordhafenspeicher“ scheint das einzige alte Gebäude zu sein, das stehen bleiben durfte.Durch einen schönen, offensichtlich noch recht neu angelegten Park am sg. Nordhafen (ohne jeglichen Hafenbetrieb?) geht es bis zur Fennstraße, an der es manchmal etwas dauert, bis man sie überqueren kann. Es geht aber doch meist schneller als von mir anfangs befürchtet. 


Eigentlich gibt es einen Radweg entlang des Kanals, der quer zur Fennstraße fließt. Dieser Bereich ist jedoch abgesperrt, und ich befürchte, dass das eine der berühmten stillstehenden Berliner Baustellen ist. Die abgesperrt ist, auf der nichts passiert (geschweige denn voran geht) und die deshalb auch auf ewige Zeit abgesperrt bleibt. So fahre ich derzeit einen Umweg auf den Gehwegen der Tegeler und Lynarstraße bis zur Straße „Nordufer“, von der es dann verkehrsberuhigt bis zum Westhafen geht. Es scheint ein schöner (und inzwischen auch begehrter) Kiez des Wedding zu sein, der sich nördlich des Nordufers befindet. Im Süden die begrünten Stellen am Wasser, im Norden ein eher „quirliger“ Bereich um die U-Bahn-Station Amrumer Straße; mit diversen Imbissen und türkischen Läden. Und mittendrin ein noch nicht zu hübsches Gebiet mit Eckkneipen und kleinen Läden.     
An der Einfahrt zum Westhafen steht eine AGIP-Tankstelle, und dort einzukehren, hat mir schon manchmal das wundervolle Gefühl einer Zwischen-Rast auf Reisen gegeben.
Mehr als 35 Minuten habe ich für diese Strecke bisher noch nicht gebraucht. Der Bus 142 fährt – mit manchen Abweichungen – eine ähnliche Strecke und braucht bis Amrumer Straße 33 Minuten.

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Sunday, March 19, 2017

Westhafen und Violetta heute in rbb abendschau

Wer's noch rechtzeitig liest: heute Abend kommt ein Bericht über den Westhafen und Violettas Imbiss in der rbb abendschau (Berlin). Ab 19.30 Uhr. Sonst HIER auch noch nachträglich in der Mediathek anzusehen. Der leibhaftige Ulli Zelle saß mir neulich bei Violetta schräg gegenüber und lobte das Essen: "Ja, Violetta war eine gute Wahl!" :)

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Wednesday, March 08, 2017

Westhafen

 
 Noch mehr und qualitativ viel bessere Fotos vom Westhafengelände auf: 

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Monday, March 06, 2017

Sicherer Hafen

"Sicher" scheint der Westhafen, oder zumindest der U-Bahnhof Westhafen, auch für Drogendealer und ihre Kundschaft zu sein. Am nördlichen Ausgang sehe ich morgens gegen halb 9 häufig Leute, denen der Drogenkonsum deutlich anzusehen sind. Die mit stierem Blick und sichtlich fertig ihre Lieferanten um ihren Stoff flehend ansehen. Sich teilweise auch gleich auf dem Zwischengeschoss ihre Lösung auf kleinem Gefäß unter Kerze oder Feuerzeug zurecht kochen. Es gibt dort keine Videokameras und nur wenige Menschen passieren diesen Durchgang, so scheint das zumindest ein geeigneter Ausweichstandort zu sein.

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Monday, February 06, 2017

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Wednesday, January 18, 2017

Preußische Könige

Sich die neun Könige, die Preußen ab 1701 hatte, zu merken, ist nicht schwer. Es gab nur drei Namen: viermal Friedrich Wilhelm, dreimal Friedrich und zweimal Wilhelm. Und wenn man sich merkt, dass der erste Friedrich I. hieß, ferner die Lebensdaten des dritten Königs, Friedrich II., halbwegs im Kopf hat, und obendrein noch die beiden Wilhelms aus dem Geschichtsunterricht kennt, kann man zumindest die Reihenfolge parat haben:
Friedrich I. (vormals Kurfürst Friedrich der III. von Brandenburg) von 1701 - 1713
Friedrich Wilhelm I. 1713 - 1740
Friedrich II. 1740 - 1786
Friedrich Wilhelm II. 1786 - 1797
Friedrich Wilhelm III. 1797 - 1840
Friedrich Wilhelm IV. 1840 - 1861
Wilhelm I. 1861 - 1888
Friedrich III. 1888
Wilhelm II. 1888 - 1918
Interessant ist auch, sich ihre Gattinnen-Gemahlinnen anzusehen, denn einige haben bis heute Straßen- oder Platz-Namen in Berlin. Die bekannteste sicher Sophie-Charlotte von Hannover, die Gemahlin von Friedrich I., die 35-jährig starb und der das Schloss und schließlich der gesamte Bezirk Charlottenburg gewidmet wurde.
Den Namen von Königin Luise, Gattin von FW III., ursprünglich Luise von Mecklenburg-Strelitz, verstorben bereits 1810, tragen ein Platz und eine Straße in Steglitz. Nach Königin Elisabeth, Gattin von FW IV., ursprünglich Elisabeth von Bayern, ist bis heute eine Straße in Charlottenburg benannt. Kaiserin Augusta, die Gattin von Wilhelm I., bringt es auf je eine Straße, Brücke und Allee.
Schwieriger ist es, die erhalten gebliebenen Nennungen von Friedrich-Wilhelm-, Friedrich- und Wilhelm im Stadtbild zuzuordnen. Eben weil sich die Namen wiederholten. Eindeutig ist nur die Kaiser-Friedrich-Straße; Kaiser war nämlich nur ein Friedrich, der III. Bei den diversen Wilhelm-Nennungen darf davon ausgegangen werden, dass damit immer Wilhelm I. gemeint war. Und mit "Friedrich" (wie in Friedrichshain) ist sehr häufig Friedrich II. gemeint.
Ich weiß gar nicht, warum ich mich nur widerwillig der preußischen Geschichte nähern kann. Und warum ich mich nun nur notgedrungen damit beschäftige. Eben weil meine jetzige Arbeit damit zu tun hat. Und ich hoffe, dass sie interessanter wird, wenn ich mehr über die Hintergründe erfahre. Dennoch bleibt sie mir bisher auf eine seltsame Art fremd...

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Innovatives Umfeld

A: "Wo ist denn der Herr Ge.?"
Ga: "Der ist krank. Wenn wir Glück haben, kommt er Montag wieder."
A: "Und Herr O.?"
Ga: "Der hat heute Bergfest. Hat jetzt eineinhalb Wochen Urlaub hinter sich, insgesamt hat er drei Wochen. Und das bei dem Wetter."
B.: "Davon kriegt der aber gar nicht viel mit. Der geht nur zum Penny Markt und die Zeitung holen, das ist sein Urlaub."

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Wednesday, November 30, 2016

Humor-Test

Heute wird ein spannender Tag. Die neue Kollegin aus England kommt. Der Direktor macht seine (halb-?) jährliche Visite in unserem Außen-Magazin. Und wird dabei meiner Restauratorinnen-Kollegin eine einjährige Vertretung auf einer höher gestellten Position anbieten.
Ich werde das alles nicht direkt mitbekommen, da ich in der relevanten Zeit im Haupthaus sein werde. Bin dennoch gespannt, wie sich das alles niederschlagen wird.
Kollegin Y. hört bei der Arbeit ab und an gern einen sehr gut gemachten Englisch-Auffrischungs-Kurs, und wir haben uns alle sehr an einigen englischen Redewendungen erfreut. Nicht nur Frau B. mag Schilder, und so prangt seit einiger Zeit das hier
abgebildete in unserem Bereich.
"Die neue Kollegin wird sich gleich heimisch fühlen", meinte Y. dazu. Ich sehe das etwas skeptischer, schließlich wird sie gleich mit Ermahnungen begrüßt, in ihrer Sprache. Als ob sie auf sie abzielen würden... Aber so kann sie gleich zeigen, ob sie Humor hat...

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Thursday, November 24, 2016

Armee der Verlierer

Nun gehöre ich endgültig zu den Leuten, die morgens losgehen, wenn es gerade mal hell geworden ist, und abends nach Hause kommen, wenn es bereits schon wieder dunkel ist. Und die auch noch froh darüber sind.
Nicht etwa darüber, dass ich – momentan, zu dieser Jahreszeit - kaum Tageslicht bekomme. Aber darüber, nochmal das Glück gehabt zu haben, einen Job zu finden, mit dem ich mich gut finanzieren kann. Ich bin in der Tat bereit, dafür einiges in Kauf zu nehmen. Das war ich auch schon für den Übergangs-Malocher-Job von März bis September, der noch schlechter bezahlt war. Nur endlich selbst Geld verdienen. Und nicht mehr das tun, was Helmut Kohl einem einst vorgeworfen hat: „alles bestreiten, nur nicht den eigenen Lebensunterhalt“.
Wie es irgendwie fast alle tun, die immer beim Punk-Konzert neben einem gestanden hatten, und auch vorgegeben hatten, auf D.I.Y., Nicht-Kommerz und BlaBlaBla zu schwören. Warum nur stand ich damit auf einmal alleine da? Jemand wie Moses Arndt ist heute Arzt. Und auch viele andere haben  – heimlich? - an ihren Karrieren gestrickt. Und einem irgendwann das Gefühl gegeben, definitiv etwas falsch gemacht zu haben.
Lebenslüge Punk. Man muss sich eben doch anstrengen, man muss gut sein, um zu überleben. Oder jedenfalls, um halbwegs gut leben zu können. So ist das Spiel. Die anderen, die die Spiele, die man lernen muss, gelernt haben, haben es schlicht früher als ich kapiert.
Aber auch wenn Punk einem an dieser Stelle irgendwann nicht mehr weiter bringt, ist ohne Punk dennoch alles nichts. Wie ohne Fußball. Und Geschichte. Und noch 1-2 Dinge. Die Lebenselixiere geben einem die Kraft zu leben. Und lassen es hinnehmen, Teil der Armee der Verlierer zu sein.

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