Monday, August 17, 2009

Von Odda zum Buarbreen

Eine Tagesreise von Bergen machten wir nach Odda, um zum Buer-Gletscher (Buarbreen) zu gelangen: Hinfahrt mit Schnellboot und Bus über Rosenberg in rund drei Stunden. In Odda waren wir dann gegen 12, legten erstmal eine Pause ein und waren überzeugt davon, dass die etwas rund 8 Stunden, die wir zum letzten Bus zurück hatten, reichen würden.
Zunächst ging es zu Fuß durch Odda, bergan, Richtung Odda Campingplatz. Ich will es vorweg nehmen: die gute halbe Stunde zu Fuß sollte man besser mit dem Taxi machen. Weil es nicht wirklich was zu sehen gibt, da man eh nur die Auto-Straße entlang läuft - und, weil es Zeit spart, die einem ggf. am Schluss wichtig sein kann...
Ab kurz hinter dem Campinplatz jedoch ein sehr schönes Panorama: es beginnt ein großer Gebirgs-See:

In der nächsten kleinen Ortschaft geht dann nach rechts der Weg Richtung Gletscher ab: und sobald man diesen Weg eingeschlagen hat, bläßt einem gleich der kühle Gletscher-Wind entgegen, es ist wirklich ein Erlebnis.
Die nächste gute Stunde folgt nun ein Aufstieg rechts eines reißenden Baches entlang einer Straße, die zu einem Parkplatz führt. Bis zu jenem Parkplatz kann man auch mit dem Auto fahren - wenn man eines zur Verfügung hat...

Kurz nach jenem Parkplatz beginnt ein schmalerer Weg über Stock und Stein, der schließlich weiter oben mit einem roten "T" markiert ist. Man wird schließlich nach links gelenkt, wobei es auch auf der rechten Hälfte der vor einem stehenden Berg-Seite einen Gletscherarm geben müsste. An ihn kommt man aber nicht heran. Der Weg bergauf wird immer mühsamer, und Abenteuerlichkeiten wie wackelige Brücken und Aufstiege an Seilen sind angesagt. Wobei die Seile in der Regel nicht unbedingt sein müssten, es würde auch ohne gehen.

Mit zunehmendem Anstieg wird der Weg immer steiler und auch gefährlicher - nach guten zwei Stunden fällt es einem auch zunehmend schwer, sich auf jeden Schritt, den man tut, konzentrieren zu müssen. Nach insgesamt vier Stunden (gerechnet vom Busbahnhof Odda) hatten wir es dann jedoch geschafft und standen vor dem Gletscherarm.
Und die Bilder, die einem sich da bieten, sind schon spektakulär...


Man kommt nicht ganz an den Gletscher heran. Das heißt, man könnte es schon versuchen, zumindest von der rechten Seite, sich direkt an ihn heran zu machen. Allerdings hatten wir nun leider gar nicht mehr allzu viel Zeit, die wir dort verbringen konnten.

Wir blieben gerade mal eine halbe Stunde oben, und eigentlich wäre selbst das schon zuviel gewesen. Wir brachen um 17:30 Uhr oben auf, und wenn wir wieder 4 Stunden brauchen würden wie hinauf, würde uns der letzte Bus um 20:35 weg fahren, und wir müssten die Nacht in Odda verbringen.
Beim Aufbruch ging es uns erstmal darum, heil wieder runter zu kommen. Die Steile und Beschaffenheit der Strecke ist wirklich nicht ohne, gerade für zwei Leute, die im Bergsteigen nicht geübt sind. Beim Abstieg hörten wir auf einmal ein lautes Geräusch und sahen beim Umdrehen, wie sich eine große Ladung Eis des Gletschers löste und hinunter fiel.

Insgeheim hoffte ich darauf, dass unten am Parkplatz noch Leute waren, die uns mit dem Auto mit nach Odda nehmen könnten. Und zum Glück klappte das schließlich sehr gut.

Ich hatte über diesen Tag ja schonmal geschrieben (siehe: http://bunte-truemmer.blogspot.com-gletscher-ausflug.html), und will anbei ein kleines Fazit geben. Der Zeitdruck hatte mich schon etwas geärgert. Wenn man oben dann am Gletscher steht, dem man vier Stunden lang entgegen gewandert ist (und auf den man sich seit Tagen riesig gefreut hat), und sich aus Zeitgründen nicht länger daran aufhalten kann: das ist nicht optimal.
Dazu ist es eher ein kleiner Gletscherarm - größere Gletscher sehen zu können, muss noch weitaus spektakulärer sein.

Dennoch hat es sich gelohnt, Buarbreen zu besuchen; ich will das Erlebnis nicht missen. Beim nächsten Mal würde ich jedoch, wie bereits angesprochen, beim Anstieg versuchen Zeit zu sparen. Bis Odda Camping kann man getrost ein Taxi nehmen (oder den Bus, wenn er gerade fährt). Den Rest des Anstiegs würde ich aber durchaus empfehlen.

Auch gibt es geführte 2-Tages-Touren von Rosenberg aus über den weitaus größeren Folgefonn-Gletscher, drittgrößter Gletscher Norwegens, nach Odda. Wenn ich nochmals diese Gegend ansteuere, will ich eine solche Tour unternehmen.

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Tuesday, August 04, 2009

Impressionen Bergen

Angekommen in Bergen, gleich die unterschiedlichsten Assoziationen zu anderen Städten. Neapel, weil der kleine Bahnhof mir im Vergleich zu dem in Oslo vorkommt wie der in Neapel zu dem in Rom. Tübingen, nochmal wegen des kleinen Bahnhofs, aber auch wegen der offensichtlich vielen Studenten. Heidelberg, ein Gedankengang weiter, weil schnell viele Touristen auszumachen sind. Garmisch, als ich die steilen hohen Berge sehe:


Bergen ist, wie schonmal angesprochen, ehr klein- oder mittelstädtisch geprägt. Hier eine Häuserzeile in der Nähe des Fischmarktes, die mir besonders repräsentativ vorkam.

Das berühmte, von der Hanse gegründete Viertel um den Hafen, genannt: Bryggen


Der Hafen, gleichzeitig Mittelpunkt der Stadt.

Bergen ist sicher touristisch, allerdings durchaus im angenehmen Sinne. Die Leute können nahezu alle gut bis sehr gut Englisch. Es gibt eine vorbildliche Tourist-Info.
Angenehm ist im Vergleich zu Friedrichshain, dass das Touri-Angebot nicht nur auf eine begrenzte Gruppe zugeschnitten ist, sondern Leute aller Altersklassen ihren Spaß haben können.

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Bergen-Bahn

Um mal endlich mit Norwegen-Fotos zu Potte kommen... endlos davon zu zehren geht dann ja doch nicht...
Hier vier Fotos von unserer Fahrt mit der Bergen-Bahn von Oslo nach Bergen, die insgesamt rund sechs Stunden fährt, aber wirklich hervorragende Panoramen bereit hält.



Diese Aufnahme dürfte kurz vor Finse entstanden sein, auf etwas über 1200 m über NN (draufklicken und groß machen lohnt!)

Der Zuch im Bahnhof Myrdal

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Wednesday, July 29, 2009

Bygdoy-Huk

Unser Lieblingsstrand in Oslo: Bygdoy-Huk. Zu erreichen mit der Fähre vom Hafen aus und dann nochmal rund 25 Minuten Fußmarsch, oder bequem mit dem Bus vom Hbf weg bis fast ganz an den Strand.

Auf den Bildern sieht alles ziemlich einsam aus, da war noch eher kühleres Wetter. Die letzten drei Tage unseres Urlaubs (als nichtmal ich noch Lust auf Fotografieren hatte!) waren aber je um die 30°C, und da sah das da ganz anders aus. Dennoch war es nicht etwa übervoll.

Die ebenfalls beliebte "paradiesbukta", angeblich auch nur wenige 100 m entfernt, haben wir nie aufgesucht.

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Monday, July 27, 2009

Dresden Hauptbahnhof

Ein seltsamer Bahnhof: Dresden Hauptbahnhof. Eigentlich durchaus originell und schick angelegt, mit den zwei Ebenen: links und rechts oben gehen die Ferngleise durch, unten mittig ist er aber ein Sackbahnhof, mit vier Gleisen für den Regionalverkehr. Wobei da natürlich fast schon vorgezeichnet war, dass er beim Elbe-Hochwasser 2003 voll läuft.

Das Seltsame: er ist sowohl innen wie auch außen auf den Vorplätzen sehr leer. Das Leben spielt sich wohl eher am Bahnhof Dresden Neustadt ab.

Und geradezu geschmacklos will ich den Bahnhofsvorplatz nennen. West-Okkupation at it' s worst.

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Friday, July 17, 2009

Wir Freunde der norwegischen Oper

Eine wirkliche Attraktion von Oslo ist die neue Oper, die erst 2008 fertig gestellt wurde. So dass sie in unserem Reiseführer noch nicht dran stand. Und es auch noch keine Postkarten mit ihr druff gab. Da uns Opern sonst nicht so bärig interessieren, haben wir zarte Hinweise von Bekannten darauf ignoriert und dieses Gebäude eher zufällig entdeckt: bei einem Spaziergang vom Hafen aus, unterhalb der Festung vorbei über den Güterhafen Richtung Stadtzentrum.

Was ist das da in der Ferne nur für ein weißes Gebäude? Zunächst sah es aus wie eine Eisbahn. Aber so steil, ist es eine kleine Skipiste? Von Nahem sah es dann aus wie ein abschmelzender Eisberg. Auf dem man rumtollen konnte. Und auf Teile der Stadt und des Hafens gucken. Und wo einem der Wind entgegen bließ.

Ein wirklich ganz fantastisches Gebäude, in das man zudem noch nachts kurz vor 12 ohne Eintritt zu bezahlen hineingehen konnte.

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Tuesday, July 14, 2009

Oslo nachts 2.15 Uhr...

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Tuesday, June 30, 2009

Poelser

Wir haben dieses Wort geliebt: "Poelser", das norwegische Wort für "Würste". Zumal beim Gedanken an unsere Freunde aus dem Rheinland, die das sicher auch ganz besonders genüsslich aussprechen würden...
Sehr liebenswert und irre auch die Kultivierung der Einweg-Grills. Es ging soweit, dass es am Strand in Oslo-Bygdoy eigene Müll-Behälter für diese Grills gab... (Und sicher nicht nur dort.)

(wie immer: Klicken macht größer!)

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Friday, June 26, 2009

Ausser Michael Jakson im Urlaub nichts mitgekriegt

Michael Jackson ist gestorben. Und ich hatte noch ne dummen Witz machen wollen: dass wir wenigstens wegen AC/DC in Oslo am Bahnhof pennen mussten, und nicht wegen Tina Turner, Madonna... oder: Michael Jackson. Tja, das haette nun natuerlich nachtraeglich eine ganz andere Brisanz erhalten.

Ich erinnere mich gerne an eine Collage aus dem KLISCHEE-Fanzine, wo Michal Jackson zu sehen war, seinen Song sngend: "It doesn*t mater if you ae black or if you are white". Und dann einen Gedankenblase: "Hauptsache, ich bin weiss". Aber abgesehen von Haeme hinterlaesst er natuerlich einige wirklich gute und bedeutende Lieder wie "Billie Jean", "Beat it" oder "Smooth Criminal".

Ansonsten habe ich fast gar nichts mitgekriegt, was in der Welt-Geschichte passiert: und kann euch sagen, dass ich das so haben wollte und es rundum genossen habe! Obwohl ich mich sonst als aufmerksamen Verfolger des Tagesgeschehens sehen wuerde. Aber das musste nun auch mal sein.

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Abschiedsgruesse vom Flughafen Oslo

Oh no, wie ich das liebe. Gerade sind mir sicher 25-30 Zeilen Text einfach so ins Nirwana abgetaucht. Verdammt.

Aber ich also hier am Flughafen Oslo, unsere letzte Nacht. Verbringen wir hier, da unser Flieger schon um 7.15 Uhr geht, und wir so eine Uebernachtung sparen koennen. Und hier bleibt alles ueber Nacht offen, anders als am Bahnhof, und es gibt gar 4 Internet for free Terminals. Mal wieder vorbildlich fortschrifttlich, wie so einiges in diesem Land!

(kaum hatt' ich das geschrieben und gespeichert, schmierte der Rechner ab...)

Wir also 3 Tage in Oslo gewesen, dann 8 Tage Bergen, und nun wieder fuer 3 Tage in Oslo, wo uns gleich bestes Sommer-Wetter erwartete. So dass wir die vergangenen 3 Nachmittage und Abende badend verbringend konnten! Etwas, womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte (die 1-Minute-Bade-Aktion im Fjord nicht mit berechnet). Mittwoch und Freitag im schon zuvor liebgewonnenen Bygdoy-Huk, am Donnerstag auf den Felsen einer Insel gegenueber des Hafens von Oslo: noch etwas waermer, da Wind-geschuetzt. Wahnsinn, bis um 22.00 Uhr konnten wir nackt da herum liegen und den Sonnenunyergang beobachten. Ansonsten haben wir gestern den Viggelands-Park mit den ueber 650 Skulpturen besichtigt: wieder mal kostenlos. Hatte mir aber etwas mehr davon versprochen, muss ich gestehen.
Auch das Film-Museum schrammte etwas an mir vorbei: bin eben doch nur Film-Laie und der norwegischen Sprache nicht maechtig. So blieb mir da wenig haengen. Ausser einem hervorragend gemachten Animations-Kurzfilm - die Angaben dazu folgen!

Nach den Tagen in Bergen (das eben doch nur Klein- allenfalls Mittelstaedtisch gepraegt ist) kam mir Oslo als wirkliche Grossstadt vor. Ich hatte mich nicht nach der Rueckkehr in eine solche gesehnt - merkte aber, dass ich es okay fand, wieder Grossstadtluft zu spueren. Und kann man de ganzen Berge, Wasserfaelle, Gletscher irgendwann auch erstmal nicht mehr aufnehmen und wuerdigen? Vielleicht.

Nun mach ich mich aber mal zurueck an unseren Liegeplatz. Vielleicht kann ich die naechsten 3,5 Std. noch einigermassen Schlaf finden, ehe wir uns ans Eincheken machen muessen.

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Tuesday, June 23, 2009

Norwegen, Teil 2: Gletscher-Ausflug nach Odda

Und weiter geht* s mit dem 2. Teil aus Norwegen. Zum 2. und letzten Mal aus der Biblio zu Bergen, denn morgen Frueh reisen wir zurueck nach Oslo. Freue mich schon wieder auf die Bergen-Bahn, zumindest auf den Teil um Finse herum. Die sagenhafte Schnee-Landschaft.

Wie waren die letzten Tage seither? Gestern sind wir nach Odda gefahren, wo wir schliesslich ganz nah an einen Gletscher rangekommen sind, den Buar-Gletscher, ein relativ kleiner Arm des viel groesseren Folgefonna-Gletschers, drittgroesster Gletscher Norwegens.
Mit dem Schnellboot ging es zunaechst knapp 2 Stunden von Bergen nach Rosendal, und von dort aus nochmal rund eine Stunde mit dem Bus nach Odda. 8,5 Stunden hatten wir Zeit, denn der letzte Bus zurueck nach Bergen sollte um 20.35 Uhr fahren.

Zunaechst ging es 8 km bis zu einem Parkplatz, und von diesem Parkplatz aus nochmal rund 2 Stunden ueber Bergpfade an den Gletscher ran. Hoch sind wir alles gelaufen, haben etwas ueber 4 Stunden gebraucht. Wieder (wie beim Ulriken) war der Aufstieg nicht ganz leicht zu bewaeltigen: da war die Ankuendigung, es sei ein "einfacher Wanderweg", leicht beschoenigt. U.a. mussten wir auf einigen abenteuerlichen Holzbruecken Wasserfaelle ueberqueren, und an 4-5 Stellen wurden die Waende steil, so dass zur Hilfe Kletterseile bereit hingen. Aber letztendlich klappte alles gut, und ziemlich genau um 5 waren wir oben. Ich mit gemischten Gefuehlen. Einerseits schon beeindruckend, so einen Gletscherarm vor sich zu sehen: das Firneis, zum Teil im charakteristischen Tuerkis sichtbar. Die "Gletschermilch" zu sehen. Den eiskalten Wind zu spueren. Dazu brach gerade mit einigem Getoese ein Stueck vom Gletscher ab und fiel hinunter. Gleichzeitig aber auch etwas Enttaeuschung ob seiner geringen Groesse. Es blieb mir unvorstellbar, wie gross die Gletscher gewsen sein muessen, die Taeler bilden und zur letzten Eiszeit ganz Nordeuropa plattwalzen konnten.

Aber dafuer muss man sich wohl andere norwegische Gletscher ansehen. Was wohl auch moeglich gewesen waere, allerdings nicht im Rahmen einer Tagesreise von Bergen aus. Dafuer muessten mindestens 2 Tage zur Verfuegung stehen. Beim naechsten Mal...

Ein sehr beeindruckendes Foto vom Buar-Gletscher übrigens zu finden auf:

http://fotowelt.chip.de

Leider hatten wir nun auch nicht mehr so viel Zeit, denn wir mussten wie gesagt um halb 9 zurueck in Odda sein. Als wir gegen halb 6 oben aufbrachen, war uns schon klar, dass wir nur noch mit fremder Hilfe rechtzeitig zum Bus kommen koennen wuerden. Einige wenige Leute waren auch noch mit uns unterwegs. Am Parkplatz angekommen klappte es dann auch zum Glueck, dass uns zwei junge Typen (mit deutschem "FB"-Kennzeichen, die ja generell als die nettesten gelten...) mit nach Odda runter fuhren. So waren wir noch vor 8 an der Bushaltestelle und hatten bequem Zeit.

Zurueck fuhren wir dann eine andere Tour: naemlich ganz mit dem Bus. Entlang des Sørefjordes, wegen seiner Obstbaeume am Ufer laut Reisefuehrer der "Obstgarten Norwegens", den angeblich auch Wilhelm II. jeden Sommer mit seiner Yacht bereiste. In Utne dann auf die Faehre und Rueber nach Kvittangen. Und entlang des Hardangerfjordes zurueck nach Bergen.

Fotos folgen irgendwann von zu Hause aus...


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Saturday, June 20, 2009

Erste Norwegen-Impressionen

Hi Leute,

eigentlich wollte ich viel mehr ueber unseren aktuellen Urlaub hier rein schreiben. Bisher flutschte es aber noch nicht so recht mit dem Internet-Zugang. Nun habe ich mal etwas, aber nur etwas Zeit und nen Zugang in der Biblio zu Bergen, wo wir uns nun seit Dienstag Nachmittag aufhalten.

Nach einer wirklich hinreissenden Fahrt mit der "Bergenbahn" von Oslo aus. Erst denkste, ganz nett, aber okay, Fluesse, Berge und bla gibt*s auch, wenn du in die Alpen faehrst. Aber je hoeher du kommst, desto spektakulaerer wird es. Und wenn du ganz oben (u.a. um Finse herum, 1200 ueber NN) durch die Schneefelder faehrst, das ist schon unglaublich.

Uebrigens mussten wir letzten Montag, noch in Oslo, auf dem Bahnhof schlafen, da wegen eines AC/DC-Konzertes alle Quartiere belegt waren - restlos alle!! Aber was tut man nicht alles fuer die Kings of Rock. Da war es aber echt super, dass es fast nicht dunkel wurde: wir konnten draussen spazieren gehen, und haben nur die Zeit von ca. 4.30 (da oeffnete der Bahnhof) bis ca. 6.00 Uhr halbwegs schlafend verbracht.

Gestern haben wir die Tour "Norwegen in a nutshell" gemacht, wo man mit Zug, Schiff und Bus eine Rund-Tour um Bergen und die Berge und Fjords macht. Diese "Flamsban" von Myrdal nach Flam: ein weiterer unglaublicher Hammer. Zwischenhalt an einem Wasserfall nahe Myrdal, wo auf einmal Musik angeht und zwei "Elfen" so tun, als ob sie sich ins Wasser stuerzen. Mag man kitschig nennen, kam aber sehr sehr geil.

Der Hammer auch die 2-stuendige Fjord-Fahrt mit einem recht grossen Schiff. Panoramen, sag ich euch; Panoramen! Habe alleine auf der Schiffstour fast 200 Bilder verknipst, dann war die Speicherkarte voll... Uebrigens hab ich mir* s nicht nehmen lassen, ein kurzes Bad im Fjord zu nehmen. Natuerlich arschkalt aber geil. In der Eile hab ich nur vergessen, von dem sehr klaren Wasser zu trinken.

Weiter geht* s demnaechst mit der geilen Osloer Oper. Erlebnissen auf und an einem Osloer Theaterschiff, an dem draussen ein Salsa-Kurs stattfand. Einem sehr interessanten Freilicht-Museum in Oslo. Und unserer Tour auf den "Ulriken" hier in Bergen.

Bis bald!

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Monday, October 20, 2008

Fanzinearchivarsschicksal...

...nach 7 Tagen Urlaub

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Italien-Urlaub, 7. Tag: Torrette

Mieses Scheiß-Wetter, kühl und mit Regen, hielt uns zunächst zu Hause. Von Ferne sahen wir aber, dass das Meer deutlich bewegter war als die letzten Tage. Den letzten Tag, den würden wir trotz der 15 km Strecke, ggf. eben nach einer Fahrt durch den Regen, am Strand verbringen. Die Fahrt sehr unangenehm. Weniger wegen des Regens, aber der starke Wind hätte uns mehrmals fast vom Roller geblasen, jedenfalls fiel es sehr schwer, halbwegs auf der Spur zu bleiben.
Unser Ziel heute der Strand von Terrotto, südlich von Fano, jenseits des Metauro. Eine ätzende Fahrt vor allem auf der Schnellstraße außerhalb des Ortes: wo uns zusätzlich zum Hindernis Wind auch noch ständig Busse und LKWs überholten.
Am Strand angekommen jedoch sofort die Überzeugung, dass es sich gelohnt hat: der Sturm, das aufgepeitschte Wasser, geil geil geil.


Nach einigen Stunden - irgendwann wurde es uns doch recht kalt - die Rückkehr nach Fano, den Roller noch aufgetankt und zurück gegeben. Froh, das schwere Teil heil zurück gebracht zu haben...
Das Wetter beruhigte sich anschließend, und wir konnten uns nach einem kleinen Rundgang durch Fano das Warten auf den Bus noch mit einem Aufenthalt auf einem netten kleinen Markt verkürzen.

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Monday, October 13, 2008

Italien-Urlaub, 6. Tag: Lucrezia, Saltara

Wir lassen den Tag mal wieder sehr ruhig angehen: Power-Urlauber sind wir wirklich nicht gerade. Wie gestern Frühstück bei Sonnenschein draußen, anschließend gemütlich-faules Liegen im Garten. Warum riskieren, dass das Wetter anderswo schlechter ist? Gegen 1 kommen Wolken auf und es wird gleich etwas kühler: wir steigen schließlich gegen 3 wieder auf den Roller, fahren zum Einkaufen nach Lucrezia, wollen anschließend am Schloß Saltara Pause machen, enden aber an irgendeiner anderen Stelle oberhalb von Saltara, von wo wir einen schönen Blick über das Tal bis rüber zum ca. 15 km entfernten Meer haben.

In Lucrezia haben alle Geschäfte von 13.00 bis 16.00 Uhr geschlossen, auch sonst ist der Ort wie ausgestorben. Ich fühlte mich dort noch nie wohl: es ist öde, alles zubetoniert. Kein bisschen Charme wie die älteren, oft am Berg liegenden Ortschaften hier in der Gegend. Das im Tal liegende Lucrezia hat sich erst in den letzten Jahrzehnten zu einem größeren Ort entwickelt. Verwaltungsrechtlich gehört es weiterhin zum inzwischen viel kleineren Cartoceto.
Auf dem Heimweg stoppen wir kurz in Cartoceto, wo uns der Regen einholt, wir stellen uns unter, können aber bald weiter. Da aber weiterer Regen droht, fahren wir schnell heim und lassen die berühmte Klosterkirche von Mombaroccio links liegen.

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Italien-Urlaub, 5. Tag: Pesaro + Panoramica

Sehr schöner Start in den Tag: Sonne satt, wir frühstücken herrlich draußen. Ich mache Fotos, denn: "Damit können wir in Deutschland angeben!". Gegen 11 starten wir nach Fano, um unseren Roller abzuholen. 100.- € für drei Tage gelten schon als Ausnahme-Sonderpreis. Als wir losfahren, habe ich noch gar nicht realisiert, was für ein schweres Gerät das ist. Das fällt mir erst beim ersten Halt auf: außerhalb von Fano Richtung Pesaro. Lässt sich kaum alleine schieben und auch fast nicht alleine aufbocken. 250 ccm, und ich darf eigentlich nur eine 50er fahren... Auch haben wir nervige Probleme mit dem eigentlich sehr nützlichen Gepäck-Koffer, der hinten drauf montiert ist.

Als wir soweit sind, bemerken wir, dass der Zugang zum Strand unter der Bahnlinie durch völlig unter Wasser steht und für uns nicht zugänglich ist. Beim nächsten klappt es aber tadellos, ein in der Saison (die auch hier bereits vorbei ist) sicher recht gefüllter Strand mit Schirmchen, Spielplätzen für Kinder und einem Campingplatz. Nun ist der Strand völlig leer, abgesehen von ein paar Spaziergängern, z.T. mit Hund. Wir legen uns in den Windschatten, und haben es dadurch ziemlich warm: in der Sonne sind es gefühlt über 20°C.
Wir genießen es 1-1,5 Stunden, aber von Fano her (Süd/Süd-Ost) ziehen Wolken auf. Bevor wir aufbrechen müssen, gehe ich erstmals ins Wasser. Zunächst zögerlich: es wirkt zunächst schon kalt, dazu ist es unheimlich, dass lauter tote Krebse an Land liegen. In was für Viehzeug mag man da noch alles treten...?
Schließlich ist es aber so wie meist: hat man sich einmal überwunden, sind die Bedenken schnell vergessen. Es kommen Wellen auf, und es ist großartig, sich von denen zum Strand spülen zu lassen. Auch sind die Temperaturen dann eben doch nicht ganz Nord- oder Ostsee-mäßig. Faszinosum Meer, immer wieder. Aber nun müssen wir endgültig, "es kimmt a Weda!"

Wir fahren weiter Richtung Norden, nach Pesaro hinein, wo aus welchen Gründen auch immer deutlich weniger Verkehr als in Fano ist. Am dortigen Strand machen wir Stop und gehen spazieren, schließlich holt uns aber doch noch der Regen ein. Wir steigen schnell wieder auf und fahren weg, um uns irgendwo unterzustellen. Das gelingt schließlich an einer kleinen Straßenkreuzung. Es gießt 15-20 Minuten. Als es aufhört sehen wir, dass wir zufällig genau an der Straße stehen, die wir suchten: die Straße zum Adria-Panorama-Weg, die uns rauf über die Steilküste führt.

Diese "Panoramica" wird zu einer Strecke, die schließlich ziemlich kurvig wird: und mit dem neuen schweren Gerät traue ich mich nicht, mehr als 20 oder noch weniger km/h die Kurven zu nehmen. Oben gibt' s dann aber ein grandioses Panorama zu sehen: das weite Meer, und einen Zipfel von Pesaro. Auch oben holt uns leider der Regen ein, aber wieder ist er nach 20-25 min. vorbei und wir fahren zurück Richtung Fano. Die Schnellstraße am Meer entlang fällt mir nun auch leichter als bei der Hinfahrt: mit Rückenwind, weil der Wind von Norden bläst. Dennoch bin ich froh, als wir die Strecke hinter uns haben und wieder im Ort Fano sind: es ist doch unangenehm, auf diesen Schnellstraßen zu fahren, immer mit den schnelleren Autos im Rücken. 50 sind erlaubt, ich fahre schon 60, aber immer wieder ziehen Autos deutlich schneller an uns vorbei.

In Fano dann der zunächst von mir gefürchtete Verkehr, die Rush-Hour gegen 7 Uhr. Aber es macht mir schließlich eher Spaß, als dass es anstrengend ist. In den Kreisverkehren herrscht schon Gesetzeslosigkeit, jeder fährt irgendwie vor sich hin, natürlich gern zu seinem eigenen Vorteil. Aber eigentlich kommt mir das durchaus entgegen: als Radfahrer in Berlin fahre ich auch so, und ich finde micha uch hier gut zurecht. Zumal die Leute nicht rücksichtslos fahren, sondern zu spüren ist, zur Not würden sie es schon noch hinkriegen zu bremsen.


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Monday, September 29, 2008

Italien-Urlaub, 4. Tag: Ancona

Ein Aufatmen - Ancona, schon bei der Anfahrt: urban! Und überhaupt das Begreifen der Möglichkeit, sich von Fano aus gut bewegen zu können, und Anschluss zu haben eigentlich nach ganz Italien. Dank der geradezu süßen Bahnpreise. So kosteten die 48 Strecken-km Fano-Ancona 2,95 €; die ca. 300 km nach Rom hätten 15.- gekostet. Wahnsinn im Vergleich zu deutschen Bahnpreisen.

In Ancona ist' s gleich etwas wärmer, und es bleibt die ganze Zeit trocken. Faszinierend der Hafen mit den riesigen Fährschiffen. Und der Blick von oben auf den Hafen und den südlichen Teil der Stadt, die insgesamt etwas über 100.000 Einwohner hat und schön an Hängen gebaut ist.

Trotz dem üblichen Verkehrsgenerve und keinen Gehwegen ein sehr lohnenswerter Abstecher, wegen Scheiß-Wetter am Morgen leider sehr spät angetreten, so dass wir uns eher sputen müssen, den Zug um 17.44 Uhr zurück zu kriegen.
Und wieder hilft uns das Handy: Dank sms-Vorab-Tipps finden wir heute problemlos die Ausstiegs-Station in Lucrezia.

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Italien-Urlaub, 3. Tag: Fano

Montag, wir werden zum Roller-Geschäft gebracht, das allerdings geschlossen hat, wie viele Geschäfte montags. So laufen wir weiter, am "Pincio" (wohl dem antiken Zentrum der Stadt) vorbei durch die Altstadt von Fano immer geradeaus runter zum Meer. Wechselhaftes Wetter, wolkig und windig, irgendwann fing es dann auch zu regnen an. Das hat uns dann schon sehr gestört, und wir dachten schon, oh Mann, toller Urlaub... "wie an der Nordsee". So blieb es zunächst auch, immer wieder fing es leicht zu regnen an.

Dann haben wir uns was zu Essen gesucht, konnten uns lang nicht entscheiden. Aber es gab nicht viel Auswahl, wie auch in Rimini schon war auch hier der Strand-Bereich nahezu vollständig verlassen. Es gab dann entweder recht teures Zeug, oder Kantinen-mäßige Schnellimbisse mit self-service. Uns lief dann auch etwas die Zeit davon, weil um15.00 Uhr die meisten schließen würden, und dann sind wir in eineher verstecktes China-Restaurant, das nicht weiter der Rede wert ist, uns eher hungrig belies.

Als wir kurz nach 3 da raus kamen, hatte sich das Wetter aber zum Positiven gewandelt und auch stabilisiert, so dass wir die weiteren Stunden schön am Meer verbringen konnten. Zum Baden hat es nicht ganz gereicht, aber immerhin die Füße waren drin, und wir lagen längere Zeit am Strand, wenn auch Wind-geschützt.

Kurz vor 5 sind wir dann allmählich aufgebrochen, am Strand entlang Richtung Süden, dann über den Bahnhof mit dem 1. Bus wieder zum "Pincio". Von dort die Ausfallstraße ins Landesinnere entlang, in den ersten Supermarkt, und dort in der Gegend dann auf die Weiterfahrt zurück nach Cartoceto gewartet. Was ein ätzender Verkehr dort. Es wurde nicht weniger, plusminus 19.00 Uhr. Woher kommen, wohin fahren all diese Autos? Und da es keine Gehwege gab, wir ganz dicht dran.

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Thursday, September 25, 2008

Italien-Urlaub, 2. Tag: Cartoceto

Lange geschlafen, zum Mittagessen kommen die weiterhin sehr fitten Nonni, 85 und fast 87 Jahre alt. Unverändert sehen sie aus, zum letzten Mal hatte ich sie im Mai 2003, vor 5 Jahren gesehen.
Den Garten inspiziert, und anschließend sind wir rüber nach Cartoceto gelaufen. Ziemlich trübes Wetter, ca. 16-18°C, und auch der Ort wirkte keineswegs prickelnd, spannend oder sonst irgendwie sympathisch. Zweifel an unserem Urlaub verstärken sich, wie wird das wohl werden...
Überall sind die Fensterläden zu, der Ort wirkt wie ausgestorben. Später erfahren wir, dass das eben so ist in diesem Teil von Italien. Im Sommer schließt man allgemein die Fensterläden, damit keine Hitze reinkommt. Und man hat sich da so dran gewöhnt, dass es nun üblich ist, eigentlich immer die Fensterläden zu zu lassen.
Wir laufen noch rüber zum Friedhof, unter anderem deswegen, weil wir nicht zu früh zurück wollen. "Lauter alte Knacker hat er nun um sich herum", mein vor 8 Jahren gestorbener Freund Sandro, der dort oben begraben liegt... Auch wenn spürbar Zeit vergangen ist, merke ich weiterhin die tiefe Verbindung, und dass es was Besonderes ist, dort an jenem Ort zu sein.
Schließlich sind wir zurück zu unserer Herberge: vom Ortskern Cartoceto einen Fußmarsch von handgestoppten 30 Minuten entfernt.

(Fortsetzung folgt)

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Italien-Urlaub, 1. Tag: Rimini

15.00 Uhr: Ankunft in Rimini bei Sonne und knapp 20°C. Vom Flughafen aus laufen wir, denn wir meinen, dass die Bahnstation nicht weit ist. Das stimmt nur zum Teil: es gibt zwar eine Bahnstation, "Rimini Miramare". Als "unser" Zug allerdings nicht anhält sondern einfach vorbeifährt, merken wir, dass dieser Bahnhof nur in der Sommer-Saison angefahren wird, und diese endete am 31.8...
4 Minuten braucht der Zug von Rimini Hbf bis Miramare, das kann nicht weit sein, denken wir uns, und latschen los. Aber man sollte wohl einfach nicht zu viel denken, schließlich laufen wir über eine Stunde herum (mit Gepäck) und sind immer noch nicht am Ziel. Eine mittelalte Italienerin rät uns dann, uns doch lieber in einen Bus zu setzen, und ist auch so nett, das nötige für uns der Landessprache nahezu Unkundigen zu managen.
So kommen wir schließlich 2 Stunden später als geplant in Fano an, wo uns unsere Herbergseltern erwarten und begrüßen. Dank sms konnten wir sie jeweils über den aktuellen Stand informieren. Und vor wenigen Jahren war ich noch Handy-Verächter - unglaublich aus heutiger Sicht.

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