Monday, March 28, 2022

Brachgelände ehemaliger Rangierbahnhof Pankow

Endlich habe ich es mal auf das große Brachgelände zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Pankow-Heinersdorf geschafft. Schon seit ewigen Zeiten (konkreter: 2009) soll dieses angeblich von einem Möbelkonzern bebaut werden, davon ist aber zum Glück weiterhin noch nichts zu sehen.

Das Gelände ist durch ein sperrangelweit offenes Tor von der Prenzlauer Promenade her zugänglich, und wohl auch über einen Pfad oder ein kleines Mäuerchen am S-Bhf Pankow, wie mir ein freundlicher Passant verriet.

Es ist ein riesiges Gelände, und dafür, dass es offen ist und immer wieder Leute darüber gehen, sehr gepflegt. Nur vereinzelt liegen irgendwelche Kleiderreste herum oder sind Grillspuren zu sehen. Der Gesamteindruck ist aber sehr "clean".
Laut Wikipedia handelt es sich bei dem Gelände um einen ehemaligen Rangierbahnhof, der zu DDR-Zeiten als "bedeutende(r) Güter- und Rangierbahnhof" galt, nach der Wende 1990 aber seine Bedeutung verlor und 1997 geschlossen wurde. Bis 2007 wurden alle Gleise und fast alle Bauten abgerissen. Es gibt ein eindrucksvolles Foto von 2007, das den Verlauf der Gleise noch erkennen lässt.








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Tuesday, December 15, 2020

Zeitung Zigaretten in Friedenau


Gesehen am Südwestkorso, ohnehin eine interessante Gegend. Auf den ersten Blick verkehrsberuhigt und ein bisschen altehrwürdig-chic. Unter anderem der rewe in jener Straße spricht aber eine andere Sprache.

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Tuesday, December 08, 2020

Siemensbahn (2): "Manou's Schlemmerstube"

Völlig absurd erscheint mir die Vorstellung, dass der Hochbahn-Teil der Siemensbahn - im Bild zu sehen ist ein Abzweig vom Popitzweg nahe U-Bhf Siemensdamm - inzwischen seit 40 Jahren völlig ungenutzt und sinnlos in der Landschaft herumsteht und den Blick verstellt. Aber es ist nicht nur Vorstellung, es ist Realität. Realität im Bezirk Siemensstadt, der einen eher rauhen Charme hat. Aber eben nicht "kultig" rauh wie Kreuzberg oder Neukölln, sondern eher rauh im Sinne von am Rande und fast vergessen. "Manou's Schlemmerstube" steht da möglicherweise stellvertretend für diesen rauhen Charme. Gewiss kein Gourmet-Tempel, und Vegan-vegetarisches ist dort eher nicht zu bekommen. Die Betreiberin empfing uns aber sehr geduldig und freundlich; mitgehörte Gespräche mit den Stammgästen am Eck verbreiteten ein wohliges Gefühl von Vertrautheit und Solidarität untereinander.
Interessant (und nicht groß verwunderlich), dass es "Manou's Schlemmerstube" offenbar schon 2004 in einem ganz ähnlichen Zustand gab: www.stadtschnellbahn-berlin.de.
Und anbei die ausliegende Speisekarte, eigentlich viel zu klein auf A5-Größe ausgedruckt. Dabei fällt mir erstmals auf, dass da anders als auf dem Schild "Manou's Schlemmerbude" und nicht "Manou's Schlemmerstube" wie auf dem Schild steht.

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Siemensbahn (1): Auf dem Bahndamm bis Gartenfeld

Auf die Siemensbahn bin ich wohl durch Zeitungs- und Fernsehberichte über deren geplante Wiedereröffnung aufmerksam geworden. Zunächst hieß es, das solle bis 2025 geschehen, inzwischen ist die Rede von 2029. Ehe es mit Sanierungsarbeiten losgeht, wollte ich mir diese nochmal im verwahrlosten Zustand ansehen. Erste Besuche machte ich im April diesen Jahres; wie das in Berlin zum Glück üblich ist, fanden sich an mindestens zwei Stellen Löcher im Zaun, durch die sich dann auf den Bahndamm hinaufsteigen ließ. Ich ging jeweils das bewachsene Stück in nordwestliche Richtung. Das Teilstück in Richtung  Süden, das über eine Hochbahn führt, habe ich mir bisher nur von unten her angesehen, wobei ich mir auch vorstelle, dass das oben nicht zugänglich ist. Gleiches dürfte auch für den ehemaligen Bahnhof Wernerwerke gelten, der direkt am vielbefahrenen Siemensdamm liegt.
Die Siemensbahn ist eine stillgelegte S-Bahn-Strecke mit insgesamt vier Stationen zwischen Jungfernheide und Gartenfeld, die zwischen 1927 und 1929 in Eigenregie der Firma Siemens & Halke erbaut worden ist und bis 1980 existierte. Infolge des Reichsbahnerstreiks im September 1980 wurde sie eingestellt, nie wieder in Betrieb genommen und weite Teile der Strecke wurden seitdem weitgehend sich selbst überlassen. Zum Jahr 2029 ist eine Wiederinbetriebnahme sowie eine Verlängerung bis nach Hakenfelde geplant. Anlass dafür sind geplante oder bereits entstandene neue Wohngebiete in Gartenfeld und im Norden Spandaus, dazu plant Siemens einen Technologiepark in Siemensstadt. Warum die Wiedereröffnung nun auf so einen langen Zeitraum hin ausgerichtet ist, erschließt sich mir nicht wirklich, auch wenn es aktuell keine Verbindung mehr vom S-Bhf Jungfernheide zur Strecke gibt und ein neues Viadukt über die Spree gebaut werden muss.
Aber: ich beschwere mich nicht darüber. Denn es ist wirklich spektakulär, was zu sehen ist. Und so ist ausgiebig Zeit, sich die Trasse noch mehrmals im jetzigen Zustand anzusehen. Die Gleiskörper sind an manchen Stellen zwar freigeräumt, aber eben nur an manchen Stellen; anderswo wildern Bäume und Sträucher vor sich hin. Sehenswert natürlich insbesondere auch der ehemalige Bahnhof Siemensstadt, der offensichtlich auch gern von Sprayern besucht wird. Insgesamt ist zwar wenig Betrieb auf den Gleisen, und auch die Anwohner*innen sind es ganz offensichtlich gewohnt, dass da hin und wieder jemand über die ehemalige Bahnstrecke läuft. Ganz alleine war ich bisher aber noch nie dort, es begegneten mir teils Pärchen, teils spielende Kinder, bereits erwähnte Sprayer sowie andere, die wie ich an "Lost Places" ihre besondere Freude haben.
Bei den ersten beiden Besuchen bin ich jeweils nicht weit über den ehemaligen Bahnhof Siemensstadt hinausgekommen. Diesmal sollte es weiter gehen, möglichst bis zum ehemaligen Endbahnhof Gartenstadt, in dem bis 2012 eine Gärtnerei untergekommen war. Markant an jenem Stück ist, dass an manchen Stellen die Gleise völlig entnommen wurden, während an anderen Stellen bis zu sechs Gleise parallel noch enthalten sind. Spektakulär auch ein altes Stellwerk, das begehbar ist - in aller Vorsicht, versteht sich, und legal ist das alles natürlich auch nicht - ehe am Ende der Strecke der ehemalige Endbahnhof Gartenfeld steht, in dessen verschiedenen Bereichen noch Überreste der Gärtnerei zu finden sind.
Es gibt - neben der Wikipedia-Seite, die regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht wird - mindestens drei sehr empfehlenswerte Websites mit mehr Informationen und vor allem auch teils sehr guten Fotos (und einem Film) zur Siemensbahn. Auf www.stadtschnellbahn-berlin.de werden historische Informationen und Fotos von 1930 über 1979 bis 2005 zusammengestellt. Von dort gibt es einen link zur Seite www.stadtschnellbahn-berlin.de/spaziergang, auf der Thomas Krickstein in neun Unterkapiteln sehr interessante Fotos von sechs Spaziergängen aus dem Juli 2004 gesammelt hat. Sehr interessant unter anderem, dass manche Teile der Strecke 2004 offensichtlich verwilderter waren als heutzutage, andere hingegen (vor allem das Stellwerk!) noch in einem deutlich besseren Zustand da standen. Auf www.blocksignal.de hat Steffen Böhr 138 Fotos von einem Spaziergang auf der Siemensbahn im März 2015 veröffentlicht.

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Sunday, July 05, 2020

Einbahnstraßen. Schnittkante. Übergang. Zur Erholung.




Aufnahmen von einem weiteren Tag in Spandau, Juli 2020.

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Thursday, July 02, 2020

Kaufhalle Schwedter Straße schließt wegen Sanierung

Gesehen in Berlin Prenzlauer Berg im Juni 2020. Die alte "Kaufhalle", die lange ein Kaiser's, dann ein Edeka war (unten ein Foto aus dem März 2020), wird nun rundum saniert. Einerseits finde ich es ja schade, wenn übergebliebene Zeugnisse aus anderen Zeitepochen (in diesem Falle: aus der DDR-Zeit) endgültig verschwinden. Andererseits weiß ich zunehmend den Komfort moderner Supermärkte zu schätzen. Nein, es macht mir wirklich keinen Spaß mehr, in ollen Ramschläden einzukaufen...  

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Saturday, May 23, 2020

Sommerbad Humboldthain

Holt es sich ein_e Sammler_in oder der nächste Wind...?
Im Bad selbst übrigens noch keine Anstalten, zu öffnen - vier Berliner Freibäder machen ab Montag auf, Tickets können nun online gekauft werden: berlinerbaeder.de/ticket/

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Werbeschilder, gesehen in Berlin-Wedding

 Reinickendorfer Straße
Müllerstraße
 Eingang Volkspark Rehberge Afrikanische Straße

Aroser Allee

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Wednesday, April 04, 2018

Narkose Stübchen Schöneberg

Gesehen in der Belziger Straße, Schöneberg. "Aus technischen Gründen" derzeit geschlossen. Was auch immer das bei einer Kneipe bedeutet...

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Thursday, March 22, 2018

Fluch-treppe

Original nochmal umgekehrt um zu gucken, ob ich richtig gesehen habe... "Fluch-treppe"?! Ich achte auf sowas, mir fällt sowas auf, ich habe einen Blick für sowas. Nicht erst, seitdem ich neulich mit zwei Freunden das Buchstabenmuseum besucht habe. Und dort ein wunderbares Buch namens Vanishing Berlin. Dokumente des Übergangs. Fotografien 2009-2016 erstehen konnte. "Verschwindendes Berlin". Auch dort übrigens die jüngst abgefeierte "Imbiss-Oase" dokumentiert.
Aber erst seit Anfang diesen Jahres komme ich an der "Fluch-treppe" (was für eine saubere, präzise Arbeit!) vorbei. Zum Jahresbeginn musste ich mir nämlich eine neue (Teil-) Strecke zur Arbeit suchen, da die Charité einen Durchgang durch ihr Gelände geschlossen hat. Hat sich inzwischen aber wieder ganz gut reguliert.

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