Saturday, July 16, 2022

Exerzierstraße, Wedding

Sunday, April 10, 2022

Nochmal Fehlerstraße


 

Labels:

Sunday, January 17, 2021

Streckfußstraße

 Gesehen in Berlin - Karow

Labels: ,

Friday, December 25, 2020

Wedding Nettelbeckplatz

Ich staune jedes Mal, was für ein extrem unwirtlicher Ort der Vorplatz vor dem S- und U-Bhf Wedding ist. Wo die Lynar- auf die Müllerstraße stößt und auf der anderen Seite die Schildower in die Müllerstraße. Dauerbaustellen, Verkehr, ewiges Warten auf die Fußgängerampeln. Nur über diese kann man auch als Radfahrer die Müllerstraße an dieser Stelle überqueren. Es nervt.
Heute bin ich aber zu Fuß unterwegs und laufe einfach drauf los. Die Schildower Straße und der Nettelbeckplatz sind für mich sonst nur Durchfahrtstationen, wenn es in Richtung Humboldthain oder Prenzlauer Berg geht. Heute habe ich die Zeit, in aller Ruhe darüber zu laufen und auch mal stehen zu bleiben. Es sind nur wenige kleine Menschen-gruppen über den Platz verteilt. Der Imbiss an der Ecke hat geschlossen; es wirkt fast so, als sei es für immer. Dafür haben direkt daneben – trotz Feiertags – zwei Spätis offen. Der Nettelbeckplatz hat schon Atmosphäre, aber er hat auch was Schäbbiges, vor allem wohl wegen der teils heruntergekommenen Gebäude und Geschäfte um ihn herum. Beim Einbiegen nach Westen in die Gerichtstraße aber Verwunderung: „DA“, irgendwas mit „Appartements“. Ein superneuer, superschicker Neubau. Es fällt schwer, dieses Haus und diesen Platz zusammenzubringen.
Wenige Meter weiter steht das ehemalige Post-Gebäude. Es ist noch das Schild für Großeinlieferer und Postfächer zu sehen. Und der ehemalige Schriftzug „Postamt“ zu erkennen. Seit wann ist sie nicht mehr in Betrieb? Schräg gegenüber davon liegt in einem ehemaligen Krematorium das „Silent Green“, ein inzwischen schicker Ort für Kulturschaffende.  Einige Schritte weiter geht es über eine große Grünfläche, den Max-Josef-Metzger-Platz, zurück zur Müllerstraße. Von hier aus sieht diese sonst so furchtbare Straße ganz akzeptabel aus, wie jede andere. Kurzentschlossen biege ich die Ruheplatzstraße ein, die ihren Namen vom benachbarten Krematorium bzw. dem Urnenfriedhof bekommen hat.
Die nächste Straße ist die Antonstraße; ich weiß zunächst nicht richtig, wo ich bin, begreife dann aber, dass es südwestlich nun zu Karstadt gehen würde. In der anderen Richtung ist am Ende der Straße ein breites Haus zu erkennen und ich gehe in der Vermutung darauf zu, dass das die große Reinickendorfer Straße sein wird.  Unterwegs komme ich an einem wirklich stimmungsvollen, unter anderem durch Spielplätze genutzten Brachgelände vorbei, das in dieser Form auch im Prenzlauer Berg stehen könnte. Ich lande schließlich nicht auf der Reinickendorfer, sondern auf der deutlich kleineren Maxstraße. Nun weiß ich sogar, wo ich bin, denn vorn an der nächsten Ecke erkenne ich das linke / autonome Hausprojekt Schererstraße 8, in dem ich wohl im Herbst 2019 erstmals bei einem Konzert der richtig guten französischen Band Bronco Libre gewesen bin. Zwischen den vielen Plakaten und Flyern an der Außenwand des Hauses ist ein Plakat zu erkennen, das erklärt, dass auch die Metzgerei, die früher in jenem Haus war, bei der Weddinger Fleischrevolte von 1912 geplündert wurde. Die Kacheln der ehemaligen Metzgerei sind übrigens im Innenraum erhalten und geben diesem einen besonderen, wenn auch etwas kühlen Charme.  
An jener Straßenecke treffen sich die Max-, die Scherer und noch eine dritte Straße. Welch Ironie! Diesen Mai bin ich erstmals nach sehr langer Zeit am Sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide in Pankow gewesen und habe mich sehr daran erfreut zu sehen, dass ausgerechnet vor jenem großen  Gelände  die „Germanenstraße“ verläuft. Das Straßenschild stammt noch aus der DDR-Zeit und zeugt davon, dass sie damals schon jenen Namen getragen haben muss. Die DDR es demnach nicht fertig gebracht oder es für nötig gehalten hat, der Straße einen anderen Namen zu geben.
Hier, direkt  vor dem Hausprojekt Schererstraße, beginnt tatsächlich einer der drei Adolfstraßen Berlins. Alle Straßenschilder sind auf verschiedene Weisen symbolisch abgeklebt.
Die Adolfstraße führt hinter den Mauern des ehemaligen Krematoriums vorüber und endet an der Ruine des ehemaligen Postamts.

Labels: , , , ,

Tuesday, December 08, 2020

Gallesteig

 Gesehen in Berlin-Charlottenburg

Labels: , ,

Sunday, July 05, 2020

Einbahnstraßen. Schnittkante. Übergang. Zur Erholung.




Aufnahmen von einem weiteren Tag in Spandau, Juli 2020.

Labels: , ,

Sunday, June 07, 2020

Waldsiedlung Hakenfelde und Gartenstadt Staaken

Ich wundere mich immer wieder, warum Spandau einen schlecht Ruf hat. Es wird häufig mit Marzahn verglichen, und "die Platte in Marzahn" gilt - für Bewohner*innen der Innenstadtbezirke - allgemein als Inbegriff einer Gegend, in der man nicht wirklich leben will, und wohin man nur dann zieht, wenn man sich die Innenstadt nicht mehr leisten kann. Aber Spandau, mit all seinem Wasser und dem vielen Grün... Klar, man ist weit weg von Berlin Mitte, braucht mit  der S-Bahn über eine halbe Stunde. Dennoch: wer die Berliner Innenstadt nicht mehr braucht, für den stelle ich mir Spandau als durchaus ernstzunehmende Option vor.
Eine Radfahrt führte mich zunächst in die Waldsiedlung Hakenfelde. Diese hat mir schonmal sehr gut gefallen. Ich mag diese kleinteilige Architektur echt gern, auch wenn sie mir (möglicherweise zu Unrecht) als "urdeutsch" vorkommt. Diese kleinen Häuschen mit Fensterläden und Gärten. U.a dort in der Eichenstraße. Ich fühle mich gut, wenn ich durch die Straßen gehe.Schräg nur, dass der eigentlich schöne Platz in der Mitte (siehe erstes Foto) nur als Parkplatz genutzt wird.
Als nächstes habe ich mir den Spekte-Grünzug angesehen, ein Park, der in Sichtweite des Spandauer Rathauses beginnt und endlos wirkt, nie zu Ende zu gehen scheint! Der Park geht bis zur Stadtgrenze und darüber hinaus nach Falkensee. Nach einem recht großen See mit Badestelle (was ein Luxus!) bin ich aber nach Süden abgebogen, zur Gartenstadt Staaken.
Verglichen damit war die Waldsiedlung Hakenfelde nur ein Vorgeschmack. Allein vom Umfang her dürfte die Gartenstadt Staaken etwas größer sein, aber sie ist auch nochmal um einiges spektakulärer.  Buchstäblich jede Straße scheint eine andere Architektur zu haben. In der Straße "Am kleinen Platz" sieht es aus wie in den Niederlanden (Foto Nr. 2). In zwei benachbarten Straßen wie in England. An einem Platz könnte man sich wie in Hansestädten an der norddeutschen Küste fühlen. Toll auch der sehr große Kirchplatz, von dem Wege durch große Gartenanlagen in umliegende Straßen führen. Passend zum geradezu überbordenden Grün hat die Gartenstadt Staaken auch einige hübsche Straßennamen, von denen ich einige hier dokumentieren will. Wobei der etwas sperrig klingende "Ungewitterweg" - ich hab's extra nachgeschlagen - nicht mit einem Unwetter zu tun hat, sondern nach Curt Ungewitter benannt wurde, einem Piloten, der 1927 36-jährig nahe Staaken abgestürzt ist. Bis 1935 hatte die Straße "Russenweg" geheißen, was den neuen Machthabern nach 1933 offenbar nicht mehr gefallen hat.



Labels: , , ,

Saturday, May 23, 2020

Maikäferpfad in Berlin-Charlottenburg

Friday, April 26, 2019

Wischmattenweg

Gesehen in Berlin-Rudow

Labels: ,

Saturday, March 23, 2019

Birkenstraße: es wird geschossen

Gesehen in Berlin-Moabit

Labels: ,

Saturday, November 03, 2018

Reichpietschufer

Max Reichpietsch galt einer der Rädelsführer des ersten Matrosenaufstandes im Sommer 1917 und wurde mit dem Tod bestraft. Die beabsichtigte abschreckende Wirkung hielt bis in den Oktober und November 1918 an, umso mehr Mut erforderten die schließlich erfolgten Sabotagen und Meutereien in Wilhelmshaven und Kiel ab dem 29. Oktober 1918.
Dass die DDR ihn 1967 mit einer - durchaus hübschen - Briefmarke ehrte, verwundert nicht sehr. Bemerkenswert aber die Benennung der Straße nach ihm in Berlin-Tiergarten (also West-Berlin!) bereits 1947. Oder wäre es passender, das "bereits" wegzulassen? 1947 war womöglich der Kalte Krieg noch nicht so ausgeprägt wie spätestens ab 1948. Und die Alliierten womöglich noch auf der Suche nach Nicht-Nazis und Nicht-Reaktionären, nach denen sie Straßen benennen lassen konnten. 

Labels: , , , ,

Sunday, August 26, 2018

Kooperation mit "Abseitachter" bei Twitter

Der Blog erfreut sich neuer Aufmerksamkeit, das ist schön! In eigener Sache der Hinweis, dass wir bereits seit rund drei Wochen mit dem "Abseitachter" bei Twitter kooperieren. Das scheint uns aktuell ein geeignetes Format zu sein, um bei erhöhter Reichweite Fotos, spontane Wortmeldungen zum Zeitgeschehen und "Retweets" zu verbreiten:
twitter.com/abseitachter

Labels: ,

Sunday, June 03, 2018

Bitsch Str.