Sunday, July 05, 2020

Einbahnstraßen. Schnittkante. Übergang. Zur Erholung.




Aufnahmen von einem weiteren Tag in Spandau, Juli 2020.

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Thursday, July 02, 2020

Kaufhalle Schwedter Straße schließt wegen Sanierung

Gesehen in Berlin Prenzlauer Berg im Juni 2020. Die alte "Kaufhalle", die lange ein Kaiser's, dann ein Edeka war (unten ein Foto aus dem März 2020), wird nun rundum saniert. Einerseits finde ich es ja schade, wenn übergebliebene Zeugnisse aus anderen Zeitepochen (in diesem Falle: aus der DDR-Zeit) endgültig verschwinden. Andererseits weiß ich zunehmend den Komfort moderner Supermärkte zu schätzen. Nein, es macht mir wirklich keinen Spaß mehr, in ollen Ramschläden einzukaufen...  

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Sunday, June 07, 2020

Waldsiedlung Hakenfelde und Gartenstadt Staaken

Ich wundere mich immer wieder, warum Spandau einen schlecht Ruf hat. Es wird häufig mit Marzahn verglichen, und "die Platte in Marzahn" gilt - für Bewohner*innen der Innenstadtbezirke - allgemein als Inbegriff einer Gegend, in der man nicht wirklich leben will, und wohin man nur dann zieht, wenn man sich die Innenstadt nicht mehr leisten kann. Aber Spandau, mit all seinem Wasser und dem vielen Grün... Klar, man ist weit weg von Berlin Mitte, braucht mit  der S-Bahn über eine halbe Stunde. Dennoch: wer die Berliner Innenstadt nicht mehr braucht, für den stelle ich mir Spandau als durchaus ernstzunehmende Option vor.
Eine Radfahrt führte mich zunächst in die Waldsiedlung Hakenfelde. Diese hat mir schonmal sehr gut gefallen. Ich mag diese kleinteilige Architektur echt gern, auch wenn sie mir (möglicherweise zu Unrecht) als "urdeutsch" vorkommt. Diese kleinen Häuschen mit Fensterläden und Gärten. U.a dort in der Eichenstraße. Ich fühle mich gut, wenn ich durch die Straßen gehe.Schräg nur, dass der eigentlich schöne Platz in der Mitte (siehe erstes Foto) nur als Parkplatz genutzt wird.
Als nächstes habe ich mir den Spekte-Grünzug angesehen, ein Park, der in Sichtweite des Spandauer Rathauses beginnt und endlos wirkt, nie zu Ende zu gehen scheint! Der Park geht bis zur Stadtgrenze und darüber hinaus nach Falkensee. Nach einem recht großen See mit Badestelle (was ein Luxus!) bin ich aber nach Süden abgebogen, zur Gartenstadt Staaken.
Verglichen damit war die Waldsiedlung Hakenfelde nur ein Vorgeschmack. Allein vom Umfang her dürfte die Gartenstadt Staaken etwas größer sein, aber sie ist auch nochmal um einiges spektakulärer.  Buchstäblich jede Straße scheint eine andere Architektur zu haben. In der Straße "Am kleinen Platz" sieht es aus wie in den Niederlanden (Foto Nr. 2). In zwei benachbarten Straßen wie in England. An einem Platz könnte man sich wie in Hansestädten an der norddeutschen Küste fühlen. Toll auch der sehr große Kirchplatz, von dem Wege durch große Gartenanlagen in umliegende Straßen führen. Passend zum geradezu überbordenden Grün hat die Gartenstadt Staaken auch einige hübsche Straßennamen, von denen ich einige hier dokumentieren will. Wobei der etwas sperrig klingende "Ungewitterweg" - ich hab's extra nachgeschlagen - nicht mit einem Unwetter zu tun hat, sondern nach Curt Ungewitter benannt wurde, einem Piloten, der 1927 36-jährig nahe Staaken abgestürzt ist. Bis 1935 hatte die Straße "Russenweg" geheißen, was den neuen Machthabern nach 1933 offenbar nicht mehr gefallen hat.



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Saturday, May 23, 2020

Sommerbad Humboldthain

Holt es sich ein_e Sammler_in oder der nächste Wind...?
Im Bad selbst übrigens noch keine Anstalten, zu öffnen - vier Berliner Freibäder machen ab Montag auf, Tickets können nun online gekauft werden: berlinerbaeder.de/ticket/

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Maikäferpfad in Berlin-Charlottenburg

Werbeschilder, gesehen in Berlin-Wedding

 Reinickendorfer Straße
Müllerstraße
 Eingang Volkspark Rehberge Afrikanische Straße

Aroser Allee

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Friday, May 01, 2020

1. Mai 2020 im Zeichen von 75 Jahre Kriegsende

Der 1. Mai war heute für mich quasi Radio- und Podcast-Tag. Nach 4 Tagen „ohne“ einiges bei DLF und DLF Kultur nachgehört, u.a. zum Kriegsende 1945 Die letzten Tage der NS-HerrschaftTodesmärsche der KZ-Häftlinge und – damit verbunden – zur Frühgeschichte der DDR: Die Ankunft der Gruppe Ulbricht. 75 Jahre her und ich musste mehrmals an die Erzählungen von Hans Gasparitsch aus Stuttgart denken, die ich einst hören durfte, v.a. zum 1. Mai 1945...(abgebildet das Buch, das er unter Pseudonym geschrieben hat).
… Später noch die aktuelle Folge des New Rose Radio, und nun läuft nebenher noch die jüngste Folge des Union-Podcasts Textilvergehen… Ein individualistisch verbrachter Tag, aber irgendwie doch mit dem Gedanken, auf den richtigen Seiten zu stehen…

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Thursday, April 02, 2020

MO, 20.05., Abschied von Lipari via Milazzo

Von Montag bis Montag war ich auf den Inseln gewesen. Diesen Montag früh ging es dann via Milazzo, wo ich mir während der Wartezeit auf den Bus zum Bahnhof noch etwas den Hafen ansah, in Richtung Westen. Mein nächstes Ziel war Agrigento im Süden von Sizilien, für das ich aber zunächst in Richtung Palermo bis Termini Imirese fahren musste, von dort gibt es dann eine Zugverbindung nach Agrigento. Die Fahrt mit dem Zug von Milazzo, von diesem völlig überdimensioniertem Bahnhof im monumentalen Stile außerhalb der Kleinstadt  (im Film „Die mit der Liebe spielen“, der u.a. auf der unbewohnten Liparischen Insel Lisca Bianca vor Panaräe spielt, ist der Bahnhof noch in seinem alten Zustand dokumentiert) aus die Küste entlang, mit tollen Blicken aufs Meer und die Inseln, war nochmal toll und spektakulärer, als ich sie von 2017 in Erinnerung hatte.
Von Termini Imirese an begann dann jedoch ein anderer Urlaub, mit ganz anderen – und gelinde gesagt nicht nur positiven – Erlebnissen. In Agrigento bin ich schließlich zwei Tage gewesen, ehe ich mit dem Fernbus weiter nach Catania gefahren bin, von dort aus habe ich am Donnerstag vom Ätna immerhin das gewaltige Valle del Bove gesehen (leider bei trübem Wetter, so muss hier ein anderes Foto aus der Halbhöhenlage des Ätna, später am Tag aufgenommen, herhalten; ein Foto bei Wikipedia ist aber sehr gut!). Sizilien erschien mir diesmal wie Festland, mit Städten, die ganz nett sind, aber letztendlich eben doch italienische Städte, wie ich sie inzwischen eigentlich zur Genüge kenne und wie ich sie nicht noch x mal sehen muss. Auch ist das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel außerhalb der großen Städte schlicht ärgerlich.
Es fehlt das Inselgefühl, das ich diesmal v.a. auf Lipari und Filicudi hatte. Das hat u.a. mit einer gewissen Leichtigkeit zu tun, dazu ist das Meer nie weit, man trifft Leute, denen man schon begegnet ist, leicht mal wieder. Bewegt sich auch manchmal mit dem Schiff fort. Und es gibt dort diese magischen Orte, bei denen ich mich ungläubig frage, ob es wirklich so schöne Flecken geben kann!
Mein Plan ist, das nächste Mal die Inseln mit der Fähre von Neapel aus anzusteuern, und Sizilien dabei ganz außen vor zu lassen. Dass es ein nächstes Mal geben wird, steht für mich fest…

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Sunday, March 29, 2020

Lipari im Zeichen des Corona-Virus

Wenn ich zuletzt so viel auf meinen Urlaub auf Lipari zurückgeblickt habe, erscheint es mir wichtig, auch die aktuelle Lage auf dieser wundervollen Insel zu betrachten. Schließlich ist Italien ein Land, das vom Corona-Virus ganz besonders betroffen ist; ein Freund aus der Lombardei spricht von massiven Bewegungseinschränkungen, er könne sich aktuell nur im Radius von 200 Meter um die eigene Wohnung bewegen, und auch das nur mit triftigem Grund. Stand heute sind in Italien bereits 11.000 Menschen am Corona-Virus gestorben.
Folgende Informationen habe ich vom Betreiber des Bellezze Eoliane Blog sowie der Bertreiberin meines favorisierten Quartiers auf Lipari, B & B Diana Brown, Elena Villini.
Demnach gibt es aktuell noch keine Corona-Fälle auf Lipari, aber alle Bewohnerinnen und Bewohner müssen zuhause bleiben und dürfen nur für die notwendigsten Dinge raus. Die Fähren und Tragflügelboote fahren, aber nur mit wenigen Menschen, die aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen fahren müssen oder um die Insel mit Essen und Vorräten zu versorgen. (Online zeigt die Betreiberin des Verkehrs mit Tragflügelboote, LibertyLines keine Verbindungen an!)
Die Folge all der Restriktionen ist natürlich, dass keine Touristen auf die Inseln kommen können, was sehr bitter ist für eine Insel, deren Bewohner mindestens zur Hälfte vom Tourismus lebt.
Auch auf Lipari wird die Welt eine andere sein, wenn die Corona-Krise (hoffentlich bald) zu Ende sein wird. Nochmal Elena Villini:
I hope it will be all right and to resume our lives normally.
I hope to have you as my guest in the future. I wish you all the best too.
So möge es kommen…

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