Wednesday, November 29, 2017

KaulquappennummeriererInnen*

Eine neue Facebook-Geschichte. Eine Freundin postet mit erleichterten Worten, dass sie nach sechs Jahren im Dunklen endlich ein Büro mit Blick auf den Himmel hat, ein Foto mit Horizont-Blick. Unglücklicherweise ist im Vordergrund ein kleines Aquarium zu sehen... Das das eigentliche Thema sogleich in den Hintergrund rückt! 😆





















*(Zitat, ohne -Innen, von Gerhard Polt. Dieses Jahr zum 75. Geburtstag erschienen: Der große Polt. Konversationslexikon)

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Wednesday, August 16, 2017

Die goldene Leiter

„Ein Mann geht ins Lokal, sucht die Dame seiner Wahl, und mit Worten, öd und schal, bringt dieselbe er zu Fall...“
Nein. Ein Mann fährt in den Urlaub, schließt seine Wohnungstür ab. Lässt seinen französischen Balkon angelehnt offen. Und verliert im Urlaub seinen Schlüssel. Soweit, so ärgerlich. Aber keinesfalls unüblich.
Nun steht der Mann unten vor dem Haus, in dem er wohnt, und überlegt, was er tun kann, um wieder in seine Wohnung zu kommen. Er entscheidet sich dafür, mit seinem Smartphone eine Nachricht auf Facebook zu schreiben. Vielleicht kann ihm ja einer seiner zahlreichen Facebook-Freunde helfen.

Erste Antworten treffen ein. „Was hast du angestellt?“, „Wie wäre es mit einem Schlüsseldienst?“, „ToiToiToi“ wird gewünscht, nach einem eventuellen netten Handwerksbetrieb in der Umgebung  gefragt, oder „vielleicht mal die Nachbarn fragen“, ob die eine haben. Der Tenor im Ganzen jedoch: nee, also so eine große Leiter, die hat man nicht einfach so zuhause stehen.
Inzwischen wird schon empfohlen, sich einen Bohrer zu beschaffen um das Schloss aufzubohren, was anderes mache der Schlüsseldienst letztendlich auch nicht. Aber nein, das will der Wohnungsmieter nicht bringen, das habe er schließlich schon vor eineinhalb Monaten gemacht, beim vergangenen Schlüssel-Verlust…
Er hält an der Leiter-Idee fest, zur Not will er sich inzwischen sogar selbst eine bauen.
Gut eine Stunde nach dem Hilferuf meldet sich wirklich eine Freundin, die eine 5,16 m lange Leiter rumstehen hat. Die auch sofort Zeit hat und auf der Suche nach einer Abwechslung vom Schreibtisch sofort ins Auto steigt und 40 Minuten später mit der gewünschten Leiter anrückt. Der Rest ist ein Klacks, und der Herr ist längst wieder in seiner Wohnung. Solche FreundInnen muss man haben! 

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